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Abfall wird billiger - Abwasser teurer

21.11.2007

Ahaus Die alljährlichen Gebührendebatten im Rat sind zumeist so grau wie der November, in dem sie traditionell stattfinden. Dieses Mal aber fielen Vokabeln wie "fantastisch" und "begeistert". Der Grund: Die Gebühren für die Abfallentsorgung in Ahaus sinken auf breiter Front - um bis zu zehn Prozent beim Restmüll und beim Altpapier und um bis zu fünf Prozent beim Biomüll.

Was den Rat besonders freute: Die Einsparungen gehen auf das neue Abfallkonzept zurück, das alle Fraktionen gemeinsam mit der Verwaltung erarbeitet haben. Die Änderung des Abfuhrrhythmus' habe offenbar ein Umdenken bei den Bürgern bewirkt, erklärte der Erste Beigeordnete Hans-Georg Althoff. "In den ersten neun Monaten 2007 hatten wir 1200 Tonnen weniger Restmüll. Dadurch haben wir 212 000 Euro Deponiekosten gespart." Mit den Gebührensenkungen festigt Ahaus seinen Spitzenplatz im Kreisvergleich der günstigsten Abfallgebühren. Nur in Borken und Reken zahlen die Bürger weniger, während in den anderen 14 Kommunen des Kreises zum Teil deutliche höhere Gebühren fällig werden.

Abwasser teurer

Weniger erfreulich ist die Entwicklung der Kosten für die Abwassserbeseitigung. Die Gebühr steigt im Jahr 2008 um 6,37 Prozent. Ein Musterhaushalt mit einer Abwassermenge von 160 Kubikmeter muss mit jährlichen Mehrkosten von rund 20,80 Euro rechnen. Grund für den Kostenanstieg sind in erster Linie gesetzlich vorgeschriebene Kameraüberwachungen für das Kanalsystem, die den Gebührenhaushalt mit rund 300 000 Euro belasten. Noch stärker wird sich in den nächsten Jahren die Erweiterung und Modernisierung des Klärwerks auf die Gebühren auswirken. Die Acht-Millionen-Euro-Investition werde das Abwasser voraussichtlich um 40 Cent pro Kubikmeter verteuern, so Althoff. Der Gebührenanstieg werde aber schrittweise erfolgen. gro

Der Bund der Steuerzahler bietet im Internet Gebührenvergleiche der Kommunen an.

www.steuerzahler-nrw.de

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