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AHE und Stadtwerke wollen "Öko"-Kraftwerk bauen

Strom aus Biomüll

Strom aus Rasenschnitt, Essensresten und weggeworfenen Filtertüten wollen der Müllentsorger AHE und die Stadtwerke in einem gemeinsamen Projekt gewinnen. Gebaut werden soll das Biomassekraftwerk am Bebbelsdorf neben der Müllumladestation.

WITTEN

von Von Beatrice Haddenhorst

, 16.03.2011
AHE und Stadtwerke wollen "Öko"-Kraftwerk bauen

Das AHE-Gelände hinter der Umladestation: Hier könnte das Öko-Kraftwerk entstehen.

Die rund 25 000 Tonnen Biomüll, die jedes Jahr im EN-Kreis anfallen, könnten dort in Strom für etwa 1600 Haushalte umgewandelt werden. „Im Dezember haben wir unsere Pläne beim Kreis eingereicht. Jetzt hoffen wir, dass wir den Zuschlag bekommen“, sagt AHE-Geschäftsführer Klaus Erlenbach. Doch vor Mai rechnet er nicht mit einer Reaktion aus dem Schwelmer Kreishaus.

Ein Biomasse-Kraftwerk ist Teil des Klimaschutzkonzeptes des Kreises. Doch der Bau einer solchen Anlage wurde europaweit ausgeschrieben. Ob es Konkurrenten gibt, weiß Erlenbach nicht. Im Kreishaus war das auf Anfrage unserer Zeitung ebenfalls nicht zu erfahren. AHE und Stadtwerke haben jedoch den Vorteil, dass sie schon einen möglichen Standort nachweisen können. Das Grundstück am Bebbelsdorf gehört AHE. „Eine Biogasanlage ist ein geschlossenes System. Der Biomüll wird in der Anlage vergoren. Dabei entstehen Gase die etwa 56 Prozent Methan enthalten. Nach Aufbereitung kann das Gas in einem Blockheizkraftwerk dazu genutzt werden über Generatoren Strom zu erzeugen“, erklärt Erlenbach das Verfahren.

Die Rückstände des Biomülls können als Kompost verwendet oder zu Flüssigdünger verarbeitet werden. Bisher wird der Biomüll aus dem Kreis in eine Kompostierungsanlage nach Lünen gebracht. Zuständig für die Entsorgung des Biomülls ist AHE. Der Vertrag läuft noch bis Mitte 2012. Sollten AHE und Stadtwerke mit dem Bau des Kraftwerks beauftragt werden, so Erlenbach, könne es zügig losgehen: „Wir stehen in den Startlöchern und könnten dann die Ausschreibungen vorbereiten.“ Aus dem Kreishaus war nur zu hören, dass das Verfahren laufe und die Anträge geprüft würden.