Alan Menken ist der Komponist hinter "Sister Act"

Interview

Alan Menken hat die Musik zum Musical "Sister Act" komponiert, das am 3. Dezember im Metronom-Theater in Oberhausen Premieren feiert. Der 64-jährige Amerikaner ist der mit den meisten Oscars und Grammys ausgezeichnete Komponist. Julia Gaß sprach mit dem Musiker aus New York.

OBERHAUSEN

von Von Julia Gaß

, 28.11.2013, 15:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
Alan Menken ist der Komponist hinter Sister Act.

Alan Menken ist der Komponist hinter Sister Act.

Termine: ab 3.12., Vorstellungen Di/Mi 18.30 Uhr, Do/Fr 19.30 Uhr, Sa 14:30 und 19:30 Uhr, So 14 und 19 Uhr; Karten (49,89 bis 91,29 Euro; Kinder unter 14 Jahren 20 Prozent Ermäßigung, Schüler, Auszubildende und Renter zehn Prozent Ermäßigung): Tel. (01805) 44 44. www.stage-entertainment.de

Überhaupt nicht. Ich bekomme viel Aufmerksamkeit für meine Arbeit. Außerdem liebe ich Whoopi. Sie ist ein großer Freund und eine wunderbare Künstlerin. Sie sind in einer Broadway-begeisterten Familie aufgewachsen, aber Ihr Vater, Großvater, Urgroßvater waren alle Zahnärzte. Was es leicht, Ihre Familie davon zu überzeugen, dass Sie nicht Zahnarzt, sondern Komponist werden wollten? Meine Familie hat mein Musiktalente immer sehr unterstützt. Als ich jung war, habe ich es gehasst, Klavier zu üben, und ich konnte mich auch nicht gut auf die Schularbeit nicht konzentrieren. Ich hatte eine Art von Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Aber anstatt Klavier zu üben, habe ich meine eigene „Sonate von Beethoven“ oder Bartoks „Mikrokosmos“ zusammengesetzt. Und meine Eltern haben das gefördert. Außerdem wäre ich ein schrecklicher Zahnarzt gewesen. Nicht mein Ding.

Es gibt enorme Ähnlichkeiten. Beim Musical gibt es eine intensive Zusammenarbeit zwischen Schriftsteller, Komponist, Dirigent, Ballettmeister, Choreograf, Produzent etc. Bei Filmmusiken ist die Arbeit stärker aufgeteilt, aber die Regeln für einen Komponisten sind die selben. Für „Sister Act“ haben Sie eine ganz neue Art von Musik geschrieben. Und die ist auch ganz anders als die Filmmusik von Marc Shaiman. Ich habe für das Musical auch Disko-Musik der 70er-Jahre, Funk und Soul komponiert. Das wollte ich immer schon mal machen. Und ich wollte die Motown-Musik und R&B aus dem „Sister Act“-Film vermeiden. Ich wollte, dass das Musical „Sister Act“ einzigartig klingt; R&B-Einflüsse hat ja auch mein Musical „Der kleine Horrorladen“.

Das ist, als würde man fragen, welches Ihr Lieblingskind ist. Eine Partitur ist ein Sammlung von Songs, die alle zusammen eine Geschichte erzählen. Ich liebe alle Songs, aber die, die ich am liebsten aufführe, sind „Fabulous Baby!“, „Raise Your Voice“ und „Bless Our Show“. Gab es Gespräche mit dem Regisseur von „Sister Act“ in Oberhausen, und waren Sie beim Casting für die Rollen dabei? Ich habe mich nicht an den Produktionsdetails beteiligt. Das mache ich nie nach einer Broadway-Produktion von einem meiner Projekte, es sei denn, es gibt eine radikale Neukonzeption. Ich vertraue da ganz meinem Musik-Team.

Ich hoffe, dass mein Terminkalender das zulässt. Ich habe gerade viel zu tun: Ich schreibe das „Aladdin“ Musical, eine neue, musikalische Adaption von „A Bronx Tale“, neue Musik für die TV-Serie „Galavant“ und es gibt ein neues Musical zu „Der Glöckner von Notre Dame“.

Die Goldene Himbeere war für einen Song, „High Times, Hard Times“. Ich nahm die Auszeichnung als eine Art Kompliment, ehrlich gesagt. Die vergeben das auch als einen Witz. Und zu der Zeit, hatte ich gerade meine beiden Oscars für die beste Filmmusik und den besten Song in „Die Schöne und das Biest“ bekommen.

Das ist schwer zu sagen. Ich überlasse es lieber anderen, das zu beantworten.

Termine: ab 3.12., Vorstellungen Di/Mi 18.30 Uhr, Do/Fr 19.30 Uhr, Sa 14:30 und 19:30 Uhr, So 14 und 19 Uhr; Karten (49,89 bis 91,29 Euro; Kinder unter 14 Jahren 20 Prozent Ermäßigung, Schüler, Auszubildende und Renter zehn Prozent Ermäßigung): Tel. (01805) 44 44. www.stage-entertainment.de

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