Alarmstufe Orange wegen „Albtraum-Räuber“

Prozessauftakt in Bochum

Knapp drei Jahre nach einem spektakulären Auto-Überfall auf eine Juwelierin in Herne steht ein mutmaßlicher „Albtraum-Räuber“ (31) seit Dienstag in Bochum vor Gericht – zum Prozessauftakt herrschte Alarmstufe Orange und große Polizeipräsenz.

BOCHUM

24.01.2017 / Lesedauer: 2 min
Alarmstufe Orange wegen „Albtraum-Räuber“

Nach einem spektakulären Auto-Überfall auf eine Juwelierin vor drei Jahren steht der mutmaßliche Täter vor Gericht.

Wer früh morgens das Landgerichtsgebäude betrat, blickte bereits in der Eingangshalle auf Polizeikräfte mit Maschinenpistolen. Und auch am Saal waren die Sicherheitsvorkehrungen durch eine Extra-Schleuse noch einmal verschärft worden.

Warum? Wie bekannt wurde, hatte die Polizei auch wegen eines möglichen Befreiungsversuches die Lage als brisant und gefährlich eingeschätzt und deswegen besonders aufgerüstet. Angeklagt ist ein 31-jähriger Schwerverbrecher, der zurzeit in anderer Sache in Werl im Gefängnis einsitzt.

Der Tatverlauf

Am 7. März 2014 soll er gegen 18.45 Uhr gemeinsam mit vier (bislang unbekannten) Mittätern auf dem Westring in Herne eine Juwelierin in ihrem Pkw ausgebremst und dann ausgeraubt haben. Laut Anklage erzwangen die fünf Täter von der Juwelierin erst eine Vollbremsung, sprangen dann blitzartig aus ihren Pkw, zertrümmerten mit Baseballschlägern die Seitenscheiben des ausgebremsten Mercedes und griffen in den Innenraum.

Mit so genanntem „Reparaturgold“ und Goldmünzen im Wert von 500 Euro sollen die Täter anschließend geflüchtet sein. Die Juwelierin und ihre Beifahrerin wurden bei dem „Albtraum-Überfall“ erheblich verletzt, erlitten unter anderem Prellungen und einen Fingerbruch.

Zum Prozessauftakt hat sich der mutmaßliche „Albtraum-Räuber“ noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Urteil: voraussichtlich nicht vor Anfang Februar.

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