"Allergie-Impfung" lindert Symptome

WITTEN Die Augen tränen, die Nase juckt und das Atmen fällt zunehmend schwer. Für viele Allergiker sind die Frühjahrsmonate eine Qual.

von Von Marcel Bülow

, 27.02.2008, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Hasel ist schon fast vorbei, die Erlenpollen sind derzeit das Problem", erklärt Dr. Matthias Hoffmann. "Doch viele Patienten nehmen die Allergie nicht ernst. Dabei handelt es sich bei ihr ganz klar um eine ernst zu nehmende Krankheit," so der Facharzt für Dermatologie und Allergologie.

"Hasel ist schon fast vorbei, die Erlenpollen sind derzeit das Problem", erklärt Dr. Matthias Hoffmann. "Doch viele Patienten nehmen die Allergie nicht ernst. Dabei handelt es sich bei ihr ganz klar um eine ernst zu nehmende Krankheit," so der Facharzt für Dermatologie und Allergologie.

Heftige Abwehrreaktion

Nach dem Einatmen der Pollen setze der Körper Stoffe frei, die eine heftige Abwehrreaktion auslösten. In schweren Formen könne dies zu Asthma und dadurch sogar zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

Für Allergiker sei es daher wichtig, sich von einem HNO-, Haut- oder Lungen-Facharzt untersuchen zu lassen und nicht alleine auf kurzzeitig helfende Mittel aus der Apotheke zu vertrauen. "Der Diagnostik-Test dauert gerade einmal zehn Minuten. Was ist das, um sich ein Leben lang zu schützen?"

Hyposensibilisierung

Ist die Allergie erst einmal bekannt, wird sie meist durch eine so genannte spezifische Immuntherapie behandelt. In dieser "Allergie-Impfung" werden dem Allergiker über einen längeren Zeitraum kleine Dosen des Reizstoffen (durch Injektion, Tropfen oder Tabletten) verabreicht, sein Körper so kontinuierlich an den Stoff gewöhnt.

Das Abwehrsystem des Körpers, das auch die Allergie-Symptome hervorruft, reagiert dann bei dem tatsächlichen Kontakt weniger heftig.

Da viele Pflanzen noch nicht blühen ist es derzeit für diese "Hyposensibilisierung" noch nicht zu spät, mein Dr. Hoffmann. "Das entscheidende ist, dass die Leute handeln und sich behandeln lassen."