"Alles ins Gold": Schürener Nachwuchs-Bogenschützen sind zielsicher

SCHÜREN Pfeil und Bogen sind natürlich nicht nur für Indianerfilme unverzichtbar, sondern auch für Sport-Bogenschützen der Märker Schützengesellschaft in Schüren. Deren Motto lautet: "Alle ins Gold".

von Von Birgit Mader

, 09.01.2009, 07:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
In Ruhe das Ziel anvisieren, und einen Volltreffer landen. Marvin und Julian zeigen, wie es gemacht wird.

In Ruhe das Ziel anvisieren, und einen Volltreffer landen. Marvin und Julian zeigen, wie es gemacht wird.

28 Jungen und Mädchen trainieren derzeit zwei Wochenstunden, im Winter in der Schulturnhalle, ab April auf dem vereinseigenen Außengelände der Märker Schützengemeinschaft 1994 e.V. an der Schweizer Allee. „Alle ins Gold“ ist ihr Ziel, das sie unterschiedlich schnell erreichen.

Julian Lewis (11) ist ein Naturtalent. „Er hört zu, setzt das Gehörte um- und trifft“, beschreibt Brigitte Diederich den Jungschützen, der bereits ein halbes Jahr nach seinem Einstieg ins Bogenschießen Landesmeister wurde. „Das ist mein Sport“, befindet Julian, der auch Klavier spielt. Katharina (16) beweist Haltung, seit sie am Training teilnimmt. „Ich habe oft Rückenschmerzen wegen meiner schlechten Haltung. Das ist schon besser geworden“, sagt die Schülerin der Adolf-Schulte-Förderschule.

Eben noch lustig und vergnügt, ist sie ernst und konzentriert, sobald sie ihr Sportgerät in den Händen hält. „Jeder kann Bogenschießen“, ist Jürgen Diederich überzeugt. „Es ist auch ideal für viele Behinderte“. Diederich, selbst gehbehindert, hat an Paralympics, Europa- und Weltmeisterschaften teilgenommen und sechs Jahre lang mit seiner Frau an der Aplerbecker Körperbehinderten-Schule am Marsbruch eine AG geleitet.

Sehr liebevoll und trotzdem diszipliniert ist die Stimmung beim Training in der Turnhalle. Theoretische und praktische Unterweisung gehen ineinander über. Der selbstbewusste Umgang der Kinder und Jugendlichen mit den Waffen fällt auf. Ebenso, wie locker und treffend im Ton das Trainerpaar seine reichhaltige Erfahrung weitergibt. Sie vermitteln mehr als nur Treffsicherheit, seit sie mit damals drei Kindern in 2002 anfingen, die Pfeile tanzen zu lassen.