Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Sophie Divry

Es ist ein amüsantes Buch, obwohl es um gar nicht lustige Verhältnisse in Sophie Divrys Roman „Als der Teufel aus dem Badezimmer kam“ geht. Denn Ich-Erzählerin Sophie ist jung, qualifiziert und kreativ, aber Geld hat sie nicht.

26.09.2017, 12:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

So schlägt sie sich mit der Bürokratie der Arbeitsagentur herum, freut sich auf eine Familienfeier, auf der sie sich endlich mal wieder satt essen kann, und versucht sich als Kellnerin, wird hemmungslos ausgebeutet, aber ist froh, wieder ein Teil der produktiven Gesellschaft zu sein.

Vom Leben im Prekariat erzählt die französische Autorin erfrischend anders – bis hin zu Layout-Spielereien – und munter. Sozialkitsch kommt da nicht auf, obwohl sie den Alltag der Armen schonungslos offen schildert.

Sophie Divry: Als der Teufel aus dem Badezimmer kam, 304 S., Ullstein, 20 Euro, ISBN 978-3-550-08136-1.