"Als habe man dem Team den Stecker herausgezogen"

Die Stimmen zum Spiel

Fassungs- und beinahe auch sprachlos waren die unmittelbar Beteiligten nach der 0:4-Niederlage im Bochumer Lager. Beim SC Paderborn hatte man indes großen Spaß.

BOCHUM

18.09.2011, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bochums neuer Trainer Andreas Bergmann und Manager Jens Todt haben eine schwierige Aufgabe zu lösen.

Bochums neuer Trainer Andreas Bergmann und Manager Jens Todt haben eine schwierige Aufgabe zu lösen.

Jens Todt, VfL-Sportvorstand: Der Trainer hatte nur zweieinhalb Tage Zeit, er kann auch nicht zaubern. Die Gegentore sind nach krassen indiviuellen Fehlern gefallen. Wir fürchten nicht den Sturz in die dritte Liga, aber wir machen uns natürlich Sorgen um die aktuelle sportliche Situation.

Christoph Dabrowski, VfL-Kapitän: Eigentlich müssen wir in Führung gehen, aber dann trifft uns kurz vor der Pause wieder so ein Nackenschlag. Wir haben uns davon mental nicht mehr erholen können. Wir haben schon einige schwierige Situationen gemeistert, und wir werden es auch diesmal schaffen. Für unsere Fans tut es mir Leid, dass sie so etwas erleben müssen.

Andreas Bergmann, VfL-Trainer: Nach dem 0:2 wirkte meine Mannschaft, als habe man ihr den Stecker herausgezogen. Es liegt viel Arbeit vor uns. Ich denke nicht, dass jetzt besondere Maßnahmen wie ein Trainingslager notwenig sind. Wir werden hier jetzt nicht abhauen, sondern intensiv auf dem Trainingsplatz arbeiten.

Roger Schmidt, Trainer SC Paderborn: Wir wollten Bochums schwierige Situation ausnutzen und nicht zulassen, dass sich der VfL gegen uns aus seinem Tief spielt. Das ist uns gut gelungen. Wir waren von der ersten Minute präsent und unsere beiden Stürmer sind für ihr intensives Spiel belohnt worden.

Milan Sasic, Trainer von Bochums nächstem Gegner MSV Duisburg: Mir wäre es viel lieber gewesen, wenn die Bochumer heute gewonnen hätten. Ich wollte meinen Spielern in dieser Woche ein Video mit den Stärken der Bochumer zeigen. Viel Material werden unsere Mitarbeiter da nicht zusammenschneiden können von diesem Spiel heute. Es wird ein Spiel von zwei Leidensgenossen, so wie wir beide dastehen.