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Alte Dinge neu einsetzten und Müll sparen

Nachhaltigkeit

Ein Repair Café, ein Umsonstflohmarkt und ein Rest-Aurant – darum hat sich beim ersten nachhaltigen Tag am Samstag im Alsenwohnzimmer, Alsenstraße 27, alles gedreht. Das Ziel der Aktion war und ist, alte Dinge zu nutzen und dadurch weniger Müll zu produizieren.

BOCHUM

von von Katrin Ewert

, 24.11.2013
Alte Dinge neu einsetzten und Müll sparen

Thomas Brämer und Wolfgang Rode (von links) reparieren einen defekten CD-Player im Repair-Café.

„Ich habe meine alten Skier beim Flohmarkt abgegeben“, sagt Besucher Jens Hinkmann, „und dafür ein Bügeleisen wieder mitgenommen.“ Darum geht es beim Umsonstflohmarkt: „Es werden Dinge getauscht, oder einfach nur abgegeben oder mitgenommen, die sonst in der Tonne landen würden“, erklärt Organisatorin Cigdem Esin. Klamotten, Kindersachen und Teekannen seien hier die meisten Dinge, die getauscht würden. „Zusätzlich haben wir heute die erste Give-Box in Bochum vor dem Alsenwohnzimmer aufgestellt“, sagt Cigdem Esin. Die Box ist rund um die Uhr geöffnet und hat dasselbe Prinzip wie der Flohmarkt. „Insgesamt gibt es bisher 50 dieser Boxen auf der Welt“, erklärt die Organisatorin.

Eine lange Schlange gibt es vor dem Repair-Café: Mit dem kaputten Staubsauger oder Schallplattenspieler in der Hand warten die Besucher darauf, Hilfe von echten Fachmännern zu bekommen. Technikaffine Tüftler aus den Vereinen Labor und BUND zeigen den Besuchern, wie man Haushaltsgeräte repariert. „Um knapp 20 Geräte habe ich mich heute gekümmert“, sagt Technikfreund Wolfgang Rode. „Die Idee hinter dem Repair-Café ist, dass die Menschen lernen, ihre Geräte selbst zu reparieren, anstatt sich neue zu kaufen“, erklärt er. Am Ende des nachhaltigen Tages wird ein Drei-Gänge-Menü gezaubert: „Jeder bringt Lebensmittel mit, die ohnehin dieses Wochenende aufgebraucht werden müssen“, sagt Cigdem Esin. Im „Rest-Aurant“ werden anschließend vegane, vegetarische Gerichte und auch Gerichte mit Fleisch gekocht. Weitere nachhaltige Tage im Alsenwohnzimmer sind geplant: Sie sollen im Rhythmus von acht Wochen stattfinden.