Am Phoenix-See entstehen 14 Sozialwohnungen

Projekt am Binsenweg

Bezahlbarer Wohnraum am Phoenix-See: Was schon der frühere Oberbürgermeister Günter Samtlebe gefordert hat, wird jetzt Realität. Am Südufer entstehen gerade 14 öffentlich geförderte Wohnungen, deren Mietpreis deutlich unter dem Schnitt in diesem Teil Hördes liegt.

HÖRDE

, 06.09.2015, 02:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während das Sozialwohnungsbau-Projekt an der Schüruferstraße' tag=' noch stockt, geht es am Binsenweg voran. Im Oktober möchte Dr. Andreas Potthoff, Geschäftsführer der ausführenden Firma, mit der Vermietung beginnen. Im Februar sollen die ersten Mieter einziehen. Zu einem Quadratmeterpreis von 5,25 Euro für eine hochklassige Ausstattung mit hohem Energiestandard (KfW 70), Wärmepumpe, Fußbodenheizung und angeschlossenem Garten.

Diplom-Ingenieur Potthoff hat sich mit seinem in Hamm ansässigen Unternehmen auf öffentlich geförderten Wohnungsbau spezialisiert. „Es an dieser Stelle zu machen, ist wirtschaftlich schon grenzwertig“, sagt er. Denn eigentlich liegen die Grundstückspreise am See deutlich über der Summe, ab der sich ein Bau mit öffentlicher Unterstützung noch lohnt. Doch es sei gelungen, den Preis zu reduzieren, so dass die Rechnung letztlich aufgehe.

Zinsgünstiges Darlehen

Das Prinzip hinter solchen Projekten: Der Bauherr erhält ein Darlehen zu einem besonders niedrigen Zinssatz und muss nur einen Teil mit eigenem Kapital bestreiten. Die Zinsvorteile werden dadurch ausgeglichen, dass die Mietpreise später deutlich unter dem Schnitt liegen. Bei frei finanzierten Wohnungen ist am Phoenix-See eine drei bis fünf Euro höherer Quadratmeterpreis möglich.

Einziehen können in die Wohnungen (97 bis 112 Quadratmeter groß) in einem halben Jahr Dortmunder mit einem Wohnberechtigungsschein. „Das Zielpublikum ist nicht klein“, sagt Andreas Potthoff. Es gibt unterschiedliche Grenzen beim Brutto-Jahreseinkommen, die die Berechtigung festlegen.

Für eine dreiköpfige Familie (zwei Erwachsene, ein Kind) liegt diese Grenze bei 58.972 Euro für Angestellte. Für eine vierköpfige Familie liegt sie bei 70.893 Euro. Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris kommt es nun darauf an, dass die Auswahl der Mieter „mit Augenmerk“ vollzogen werde. Um den Bau dieser Reihenhäuser, die durch ihre Spitzdächer von der einheitlichen Flachdach-Gestaltung am See abweichen, hatte es vor etwa zwei Jahren eine politische Diskussion gegeben.

Nachbesserung gefordert

Sie waren entgegen vorheriger Absprachen aus dem Bebauungsplanentwurf verschwunden. Insbesondere die SPD in der Hörder Bezirksvertretung hatte ein Nachbessern gefordert – und schließlich bekommen.

Die 14 Wohnungen sind allerdings, das räumt auch Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris (SPD) ein, eher symbolisch zu sehen. „Aber es war uns trotzdem wichtig, den Gedanken von Günter Samtlebe umzusetzen“, sagt Hillgeris. Es gebe außerdem noch weitere Baufelder, auf denen vergleichbare Projekte möglich seien.

Ein weiteres Baufeld für die umgangssprachlich sogenannten „Sozialwohnungen“ gibt es an der Schüruferstraße. Hier sollen 29 Wohnungen mit reduzierter Miete entstehen. Hier könnte der Baustart im September oder Oktober erfolgen.

 

Jetzt lesen

Schlagworte: