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Am Stucken sorgen fehlende Straßenschilder für Verwirrung

Kein Tempolimit

Die Straße Am Stucken in Holzen ist auf den ersten Blick nichts Besonderes. Nur gut 400 Meter lang führt sie vom Schwerter Kirchweg in Richtung Holzener Ortskern und geht in die Straße Feldmark über. Wie schnell man hier unterwegs sein darf, wissen Autofahrer nicht. Ebenso wenig wie die Stadt.

HOLZEN

, 16.06.2017 / Lesedauer: 3 min
Am Stucken sorgen fehlende Straßenschilder für Verwirrung

Wie schnell darf am auf der Straße Am Stucken fahren? Die Antwort der Verwaltung ist erstaunlich.

Auf der nördlichen Seite eine große Wiese, auf der südlichen Seiten ein wenig Bebauung und sonst viel Grün. Nur, Hand aufs Herz. Wissen Sie, was dort für eine Höchstgeschwindigkeit gilt? Michael Depenbrock, Vorsitzender der CDU Fraktion in der Bezirksvertretung Hörde, und in Holzen beheimatet, glaubt es zu wissen. „Ich denke Tempo 30 oder höchstens Tempo 50“, so der Unionspolitiker.

Auch Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris glaubte, dass er hier mit Tempo 50 richtig liege. Aber weit gefehlt, denn in puncto Beschilderung ist etwas schief gelaufen an der kleinen Verbindungsstraße – es gibt nämlich keine.

100 km/h auf der Anzeige

Auffällig war ein mehrfacher Selbstversuch. Beim Abbiegen vom Schwerter Kirchweg, auf dem Tempo 70 gilt, zeigte das Navi in der Straße Am Stucken plötzlich 100 an. Auch von Holzen kommend gibt es kurz hinter dem Ortsausgangsschild auf der Straße Feldmark, auf der Tempo 30 gilt, plötzlich den elektronischen Hinweis, dass nun 100 km/h gefahren werden dürften.

 

Spinnt hier die Elektronik? Erstaunlicherweise nicht, wie eine Anfrage bei der Stadt Dortmund ans Licht brachte. Die scheint selber völlig erstaunt über die Situation vor Ort zu sein. Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde im Tiefbauamt machten sich auf den Weg nach Holzen und schauten sich die Sache an. Mit dem Ergebnis, dass „der Übergang zwischen Ortslage und der freien Strecke nicht mit Ortstafeln versehen ist“, sagt Stadtpressesprecherin Heike Thelen.

Eine Sache für die Bezirksvertretung

Auf gut deutsch bedeutet das – auf der Straße Am Stucken und noch ca. 200 Meter weiter auf der Straße Feldmark könnte theoretisch tatsächlich 100 km/h gefahren werden. „Die Straßenverkehrsbehörde weist aber grundsätzlich darauf hin, dass, auch wenn es sich um eine derzeit unbeschilderte freie Strecke handelt, immer nur so schnell gefahren werden darf, dass ein Fahrzeug sicher beherrscht wird. Unter diesen Umständen darf in der Straße Am Stucken sicherlich nicht Tempo 100 gefahren werden“, sagt Heike Thelen.

Die Verwaltung sei aber jetzt informiert und würde sich nun um die fehlende Beschilderung kümmern. Auch für Michael Depenbrock eine „spannende Neuigkeit“. „Wir sollten einmal überprüfen, ob es noch mehr solche Bereiche im Stadtbezirk Hörde gibt“, so der CDU-Politiker. Dementsprechend soll in der nächsten Sitzung der Hörder Bezirksvertretung ein Antrag der CDU eingebracht werden, der dieses Thema behandelt.

Die nächste öffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Hörde findet am 27. Juni (Dienstag) statt. Beginn ist um 15.30 Uhr in der Verwaltungsstelle Hörde, Hörder Bahnhofstraße 16.