An Bord der "Angie"

MENGEDE Die Zeit ist knapp, der Platz ist rar - es ist nicht einfach, in diesen Zeiten Karnevalist zu sein. Noch genau eine Woche bis zum Rosenmontagszug - bis dahin muss der Karnevalswagen fertig sein.

von nav

, 27.01.2008, 15:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Heiliges Kanonenrohr! Da wartet noch viel Arbeit auf die Wagenbauer des Karnevalsvereins Blau-Rot Mengede, bis ihr Piratenschiff am Rosenmontag vom Stapel laufen kann.</p>

<p>Heiliges Kanonenrohr! Da wartet noch viel Arbeit auf die Wagenbauer des Karnevalsvereins Blau-Rot Mengede, bis ihr Piratenschiff am Rosenmontag vom Stapel laufen kann.</p>

Natürlich sind die Jecken von der Karnevalsgesellschaft Blau-Rot Mengede nicht erst seit gestern am Wagenbau dran. "Wir fangen im Spätsommer mit den ersten Planungen an", sagt der erste Vorsitzende Axel Kluge.

Sonst wäre es auch gar nicht zu schaffen. In der Hoch-Zeit des Karnevals feilen fünf bis sechs Leute fast jeden Tag am Wagen herum. Zwischendurch rufen die Frühschoppen, Prunksitzungen und der Kinderkarneval des eigenen und anderer Karnevalsvereine - und all das in der Freizeit. Der Karnevalist muss ein Organisationstalent sein in diesen Tagen. Der Wagen der Mengeder Narren steht im Großen und Ganzen schon. "Im Schuppen" des Taubensportvereins steht die "schwarze Angie" - ein Piratenschiff mit dem Konterfei der Kanzlerin am Schiffsbug. Das Schiff, auf einem Trecker befestigt, füllt den Raum beinahe ganz.

500 Schrauben anziehen

Die ehrenamtlichen Wagenbauer schlängeln sich zwischen Wagen und Wand entlang. Dazwischen: Viele Akku-Schrauber, Sägen, Holzplatten, Wandfarbe und Pinsel.

Rund 40 Liter Farbe müssen aufgetragen sein, etwa 500 Schrauben gedreht, bis das Schiff "die Werft" verlassen kann. Zwischendurch müssen die Wagenbauer viel improvisieren. Mal passt die Länge der Platte nicht, mal kann man die Schraube nicht dort anbringen, wo es geplant war. Bevor der Wagen dann nächsten Montag auf die Straße darf, wird er vom TÜV abgenommen.

Augenmerk liegt auch auf der Sicherheit

Denn auch beim Rosenmontagszug ist immer ein Augenmerk auf die Sicherheit gerichtet: Sogar beim Umzug laufen zu jeder Seite zwei Leute neben dem Wagen her, damit kein Jeck am Straßenrand unter die Räder gerät.

"Auf dem Wagen lässt sich der Zug etwas entspannter verfolgen", berichten die Wagenbauer. Obwohl: Dort müssen die Kamelle geworfen werden. Rund 300 Liter Bonbons werden bereit liegen, wenn die "schwarze Angie" am Rosenmontag endlich in See sticht.