Anbau des Bergbaumuseums eröffnet

"Schwarzer Diamant"

BOCHUM Nach langer Vorlaufzeit, einem drohenden "Aus" kurz vor dem Startschuss und einer schwierigen Gründung war eine außergewöhnliche Energieleistung notwendig, um am Tag der hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, den Abschluss der Bauarbeiten und zugleich die Eröffnung einer neuen Sonderausstellung feiern zu können. Alle Beteiligten zeigten sich erleichtert.

von Von Thomas Aschwer

, 04.12.2009 / Lesedauer: 2 min
Anbau des Bergbaumuseums eröffnet

Im Bergbau hat Tradition noch immer ihren Wert.

"Wir können wieder ruhig schlafen", sagte Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer Slotta, der damit zugleich einen Hinweis auf die außergewöhnliche Belastungen für die Mitarbeiter in den vergangenen Monaten gab. Ein Engagement, das sich nach Einschätzung der Ehrengäste auszahlen wird. Die Vertreter von Bund und Land lobten in ihren Reden den außergewöhnlichen Stellenwert der Einrichtung in der Deutschen Museumslandschaft. Weltweit einzigartig sei es in seiner Vielfalt.

Mit dem fünf Millionen Euro teuren Anbau bekommt es zudem die Möglichkeit, die spannenden Ergebnisse intensiver Forschungen adäquat präsentieren zu können. Bislang waren die Sonderausstellungen stets ein Kompromiss. Teile der Dauerausstellung mussten geräumt werden. Weh habe es getan, wie Rainer Slotta berichtete, dass wegen schlechter Rahmenbedingungen Objekte von ihren Eigentümern nicht zur Verfügung gestellt wurden.

Multimediale Möglichkeiten Damit ist jetzt Schluss. Mit dem Schwarzen Diamanten verfügt das Museum über einen Anbau, der sicherlich für Diskussionen sorgen wird. Der so flexibel ist, dass die Ausstellungsmacher ihren Gedanken freien Lauf lassen können. Die erste Ausstellung "Glück auf! Ruhrgebiet - Der Steinkohlenbergbau nach 1945" macht bereits deutlich, wohin die Reise geht. Das Bergbaumuseum nutzt multimediale Möglichkeiten und wird gerade auch für junge Besucher noch interessanter. Ein Highlight nicht nur im Kulturhauptstadtjahr.