Anette Göke stellt ihre Bilder aus

Bücherei

Viele Künstler verarbeiten mit ihren Werken das, was sie selbst erlebt haben. Anette Göke aus Berghofen stand am Hauptbahnhof einem aggressiven Mann gegenüber, der sie anging. "Alle anderen guckten weg". Diese Szene hängt als Bild in der Bücherei in Hörde.

HÖRDE

von Von Peter Bandermann

, 03.02.2011, 09:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anette Göke aus Berghofen mit ihrem unverkäuflichen Schutzengel in der Hörder Bücherei.

Anette Göke aus Berghofen mit ihrem unverkäuflichen Schutzengel in der Hörder Bücherei.

Denn immer wieder verweigern Zeugen die Hilfe. Weil sie sich nicht trauen, weil sie peinlich berührt sind oder weil sie die Lage nicht erkennen und selbst hilflos sind. Zwar gibt es auch gute Beispiele, doch die dominieren nicht die Nachrichtenspalten. Anette Göke hat sich selbst einen großen – und unverkäuflichen – Schutzengel gemalt, der zwischen den Bücherregalen an der Hermannstraße 33 wacht.

"Auch wenn das Thema Sicherheit sehr ernst ist und auch viele negative Seiten hat, war es mir wichtig, meine Bilder nicht in düsteren, depressiven Farben zu malen", so die Künstlerin, die auch im Atelier 21 in der Zimmerstraße und im "Atelier vor Ort" auf der Berghofer Straße 21 arbeitet. 2003 präsentierte die Berghoferin ihre Kunst bereits im Polizeipräsidium. Aktiv ist sie als Kunstlehrerin in Erwachsenen-Kursen, Kindergärten und Schulen, Ganztagsbetreuungen sowie auf Geburtstagen. Ob Marionettenbau, die Arbeit Ytong-Steinen oder die Entstehung vo Skulpturen – Anette Göke ist mit Sicherheit kreativ.

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