Angeklagte gestehen und bereuen die Tat

Überfall auf Autokäufer

Im Prozess um den brutalen Überfall auf zwei Autokäufer in Witten-Schnee haben inzwischen alle Angeklagten ein Geständnis abgelegt. Die drei jungen Bochumer (22,24,26) gaben zu, die Käufer, die sich eigentlich auf einen 5er BMW gefreut hatten, in einen Hinterhalt gelockt und ausgeraubt zu haben.

BOCHUM/WITTEN

von Von Tom Eder

, 08.09.2011, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach ihrer Verhaftung ließen die Angeklagten ließen nichts unversucht, den Schaden wieder gut zu machen. Der 26-Jährige, der vor einigen Jahren ausgerechnet bei seinem jetzigen Verteidiger eine Ausbildung zum Rechtsanwaltsgehilfen angefangen und abgebrochen hatte, hat sich von seiner Familie 1000 Euro geliehen und an die Opfer gezahlt. In einem Brief an das Gericht bat er inständig, ihn aus der U-Haft zu entlassen. Ein weiterer Angeklagter (22) hat im Gefängnis geheiratet. Seine Frau ist im achten Monat schwanger. Auch er bereut zutiefst, so sein Verteidiger. Allerdings sind seine Chancen sein Kind demnächst in Freiheit zu sehen am geringsten. Er hat sieben zum Großteil einschlägige Vorstrafen und stand bei der Tat unter laufender Bewährung.  Allen Angeklagten drohen Haftstrafen - möglicherweise aber doch weniger als fünf Jahre. Das hat das Gericht gestern bereits signalisiert. Der Prozess wird fortgesetzt.