Angeklagter im Leasing-Skandal zeigt sich geständig

Bochumer Landgericht

WITTEN/BOCHUM Im Zusammenhang mit dem Leasing-Skandal an zwei großen Wittener Autohäusern hat am Mittwoch vor dem Bochumer Landgericht ein weiterer Prozess begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 40-jährigen Angeklagten vor, an der Verschiebung zahlreicher Luxusautos in den Irak beteiligt gewesen zu sein.

von Von Martin von Braunschweig

, 03.03.2010, 13:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angeklagter im Leasing-Skandal zeigt sich geständig

Der Bochumer zählte aber wohl nicht zu den führenden Köpfen der Bande, sondern war als Dokumentenfälscher und Vermittler eingesetzt. Die Polizei hatte den 40-Jährigen erst Anfang des Jahres bei der Einreise am Flughafen festgenommen. Nachdem die Bande 2005 aufgeflogen war und der Bochumer bei der Polizei ein erstes Geständnis abgelegt hatte, war er ins Ausland geflüchtet.

"Er wollte sich aber nicht vor dem Verfahren drücken. Er hatte schlicht Angst, weil er von seinen Hintermännern mit dem Tod bedroht worden war", sagte sein Verteidiger. Die Richter haben dem 40-Jährigen bereits zugesagt, dass seine Haftstrafe maximal drei Jahre betragen wird.