Angst um Naturschutzgebiete

Weiterbau OW IIIa

Seit Jahren ist der Weiterbau der OW III a, die zurzeit in Asseln endet, ein Zankapfel zwischen Naturschützern und Grünen auf der einen und einer Koalition der SPD und CDU auf der anderen Seite. Die Zustimmung des Landes zum Weiterbau der OW IIIa löste beim Beirat Bestürzung aus.

ASSELN

von Von Petra Frommeyer

, 29.09.2011, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Pleckenbrinksee hat sich zu einem wertvollen Naturschutzgebiet entwickelt.

Der Pleckenbrinksee hat sich zu einem wertvollen Naturschutzgebiet entwickelt.

 „Der Beirat wendet sich wie bisher entschieden gegen den Weiterbau der Landesstraße L 663n (OW IIIa) nördlich der Ortsteile Asseln und Wickede, da hierdurch der größte zusammenhängende Freiraum im Dortmunder Osten mit mehreren Naturschutzgebieten und geschützten Landschaftsbestandteilen zerschnitten würde.“

Südlich des Naturschutzgebietes „Wickeder Ostholz“, direkt auf der geplanten Trasse der L  663n befinde sich ein Feuchtgebiet, das vom Umweltamt als wertvoll eingestuft werde. Nördlich der Trasse habe sich in den letzten Jahren der Pleckenbrinksee gebildet, der erst vor kurzem einstweilig unter Naturschutz gestellt wurde. Quittek führt aus: Der Umweltplan der Stadt Dortmund stuft das Gebiet nördlich von Asseln und Wickede u.a. als Fläche mit der geringsten Belastung durch Straßenverkehrslärm im Stadtgebiet ein. Mit der Realisierung des Abschnittes Asseln bis Unna würde sich der Verkehr der L 663n an der Stadtgrenze auf die Dortmunder Straße in Richtung Kamen bzw. Wickede vorbei am Schulzentrum Dollersweg ergießen und dort zu erheblichen Gefährdungen führen.

„Der Beirat fordert die Landtagsfraktionen auf, in den weiteren Beratungen zum Landesstraßenbedarfsplan die L 663n von Asseln bis zur Stadtgrenze Unna nicht weiter zu verfolgen. Sollte das Linienbestimmungsverfahren trotzdem eingeleitet werden, so muss der Untersuchungsraum zur Umweltverträglichkeitsstudie gemäß der Forderung der Naturschutzverbände und der Höheren Landschaftsbehörde um den Raum bis zum Flughafen erweitert werden, damit auch südliche Varianten einbezogen werden können“, sagt Quittek.

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