Anna Siggelkow stellt in der Goldkante aus

Fotografie

Eine Taube thront majestätisch auf einem Treppengeländer. Eigentlich ein Widerspruch – ist für viele die Taube doch nicht das Tier, das einem beim Begriff „majestätisch“ in den Sinn kommt. Doch genau auf solche Widersprüche stützt Anna Siggelkow ihre Fotografien, die sie aktuell in der Goldkante zeigt.

BOCHUM

, 09.04.2013, 16:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Fotografin Anna Siggelkow sucht in ihrem Umfeld nach »Störfaktoren, die das Gewöhnliche kippen lassen«. Bilder wie dieses hängen noch bis zum 11. Mai in der Goldkante im Ehrenfeld.

Die Fotografin Anna Siggelkow sucht in ihrem Umfeld nach »Störfaktoren, die das Gewöhnliche kippen lassen«. Bilder wie dieses hängen noch bis zum 11. Mai in der Goldkante im Ehrenfeld.

 Titel tragen die Fotos keine. Die Fotografin möchte nicht dem „Mainstream der Szene“ folgen, in der es fast schon als Pflicht angesehen wird, den Bildern Titel zuzuschreiben. Auch in anderen Bereichen zieht sie es vor, unausgetretene Pfade zu gehen, wie sie sagt. Nach ihrem Designstudium in Köln zog Siggelkow nach Berlin. Doch schnell merkte sie, dass sie ein reizvolleres Umfeld suchte. So verschlug es sie ins Ruhrgebiet. „Dieses Bild könnte man fast als spektakulär unspektakulär bezeichnen“, meint ein Besucher und deutet auf ein Foto. Zu sehen sind ein Innenhof und eine graue Plane, die etwas verdeckt. Darin erkennt man den Grundgedanken, der sich durch die gesamte Ausstellung zieht. „Ich suche im Alltag einen Störfaktor, der das Gewöhnliche kippen lässt“, erzählt die Fotografin. Eine konkrete Deutung eines ihrer Werke gäbe es nicht. Das Bild selbst sei die Message.

 Bevor sich die Duisburgerin neuen Projekten zuwendet, möchte sie sich eine neue Kamera anschaffen. Eigentlich übe die Technik keinen Reiz auf sie aus. Aber ihr aktuelles Modell reiche nicht mehr für ihre Zwecke. Die nächste Reihe möchte sie dem Thema Spiritualität widmen. Zunächst sind ihre aktuellen Fotos aber noch bis zum 11. Mai in der Bar an der Alten Hattinger Straße 22 ausgestellt.