Annegret Meyer und Inge Heinze wechseln zur DUW

CDU-Parteiaustritt

HUCKARDE Annegret Meyer und Inge Heinze, die Nummern 1 und 3 auf der Bezirksvertreter-Liste der CDU Huckarde, haben am Montag mit sofortiger Wirkung ihren Austritt aus der Partei erklärt. Ein Schritt der nicht unerwartet kam.

von Von Arndt Brede

, 05.10.2009, 18:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die beiden hätten mit einem vorherigen Wechsel zur DUW niemals ein Mandat erhalten, geschweige denn einen Fraktionsstatus, sagt sie, und: "Sie haben mit den Wählerstimmen der Union gespielt und diese Wähler betrogen. Die CDU  hat nun nur noch drei Mandate. Es rächt sich nun bitter, dass sie sich nicht eher von den beiden getrennt hat." Die Arbeit in der Bezirksvertretung werde nun sicher nicht einfacher werden. Ulla Hawighorst weiter: "Wir werden diesen Wahlbetrug zu einem Dauerthema machen und den Rückhalt der ,Fraktion DUW´ in der Bevölkerung hinterfragen."

"Die DUW hat im Stadtbezirk Huckarde bei der Kommunalwahl nur wenige Stimmen bekommen. Es ist schon eigenartig, dass sie nun Fraktionsstatus bekommt", sagt Stefan Keller, amtierender Sprecher der SPD-Bezirksfraktion Huckarde. Er sei froh, dass die SPD neue Bezirksvertreter habe, "die Stabilität in die Bezirksvertretung bringen." Denn: "Die andere Seite besteht ja aus vielen Splittergruppen." Die SPD schließe zwar  - bis auf die DVU - eine Zusammenarbeit mit den anderen Parteien in der Bezirksvertretung nicht aus. "Aber mit der DUW werden wir uns wegen der sachlichen Differenzen schwer tun."

"Für mich war dieser Entschluss von Frau Meyer und Frau Heinze nicht überraschend", erklärt Bezirksbürgermeister Harald Hudy gegenüber den Ruhr Nachrichten. "Ich habe vor der Kommunalwahl von mehreren CDU-Leuten gehört, dass es so kommen würde. Die Tatsache, dass diese Entscheidung offenbar vor der Wahl getroffen wurde, macht das Ganze so unangenehm." Und weiter: "Wenn man in diesem Bewusstsein für eine Partei antritt und dann direkt nach der Wahl in eine andere Partei eintritt, ist das meiner Meinung nach Betrug am Wähler." Denn es seien Listen der Parteien gewählt worden und keine Personen. "Für unser demokratisches Wahlsystem ist es peinlich, wie es gelaufen ist." Er freue sich nicht, dass die CDU nun "so schwach" sei. Man habe immer gut zusammengearbeitet.

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