Anschlag von Wien: Terrormiliz IS reklamiert Tat für sich

Terrorismus

Der Attentäter von Wien war nach offiziellen Angaben ein Anhänger der Terrormiliz IS. Nun hat die Terrororganisation den Anschlag mit vier Toten und Dutzenden Verletzten für sich reklamiert.

Wien

03.11.2020, 20:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizisten sind im Bereich des Tatorts einer Terror-Attacke im Einsatz. Bei dem Anschlag am Montagabend, dem 02.11.2020, nahe der Hauptsynagoge sind mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden.

Polizisten sind im Bereich des Tatorts einer Terror-Attacke im Einsatz. Bei dem Anschlag am Montagabend, dem 02.11.2020, nahe der Hauptsynagoge sind mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden. © picture alliance/dpa

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag in Wien mit vier Todesopfern und 22 teils schwer Verletzen für sich reklamiert.

Ein „Soldat des Kalifats“ habe die Attacke mit Schusswaffen und einem Messer verübt und in der österreichischen Hauptstadt rund 30 Menschen getötet oder verletzt, darunter auch Polizisten, teilte der IS am Dienstag auf seiner Plattform Naschir News mit.

Der 20-jährige Kujtim Fejzulai hatte nach Angaben der Behörden am Montagabend nahe der Hauptsynagoge in der Wiener Innenstadt um sich geschossen, dabei mindestens vier Menschen getötet und 22 weitere verletzt. Anschließend wurde er von der Polizei erschossen. Nach offiziellen Angaben war er ein Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

In der Schweiz wurden zwei Männer festgenommen

Unterdessen hat die Polizei in der Schweiz am Dienstagnachmittag zwei Männer festgenommen, die möglicherweise mit dem Attentäter von Wien in Verbindung standen. Der 18- und der 24-Jährige aus Winterthur gerieten laut Kantonspolizei Zürich in den Fokus, als die Polizei mögliche Verbindungen der Taten in Wien in die Schweiz prüfte.

Nach Abstimmung mit den österreichischen Behörden nahm eine Spezialeinheit die beiden Männer in Winterthur fest. Inwiefern es eine Verbindung zwischen den Festgenommenen und dem Attentäter gebe, sei Gegenstand der laufenden Abklärungen und Ermittlungen, teilte die Kantonspolizei weiter mit.

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