Anselm Weber verabschiedete sich mit großen Stoffen

Schauspiel Bochum

Zu Beginn seiner letzten Spielzeitvorstellung teilte Intendant Anselm Weber eine Grafik aus: Sie zeigt die seit Beginn seiner Amtszeit um 43 Prozent auf 2,85 Millionen Euro gewachsenen Einnahmen des Schauspielhauses Bochum. Nicht weniger stolz ist er auf eine 80-prozentige Auslastung und erwartete "deutlich über 200000 Zuschauer - die beste Zahl seit sehr langer Zeit." Mit dem neuen Programm will er das Niveau halten.

BOCHUM

, 04.05.2016, 14:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anselm Weber verlässt am Ende der Saison nach sieben Jahren das Bochumer Schauspiel. Er geht nach Frankfurt.

Anselm Weber verlässt am Ende der Saison nach sieben Jahren das Bochumer Schauspiel. Er geht nach Frankfurt.

Für seine letzte Bochumer Saison konnte Weber erfolgreiche Regisseure am Haus halten, die große Stoffe inszenieren. Der Pole Jan Klata, der zum internationalen Theaterstar avanciert ist, eröffnet am 16. September mit "Verbrechen und Strafe" nach dem Dostojewski-Roman.

Hermann Schmidt-Rahmer, der zuletzt Elfriede Jelineks "Schutzbefohlene" auf die Kammerbühne gebracht hat, wagt sich mit Molières "Tartuffe" wieder ins große Haus. Paul Koek adaptiert eines der meistgelesenen deutschen Bücher, Hesses "Steppenwolf", als Musiktheater.

Beamtenschwank und "Romeo und Julia"

Komödienspezialist Christian Brey hat in Bochum mit "Monty Python’s Spamalot" für einen der größten Publikumserfolge gesorgt. Im September inszeniert den Beamtenschwank "Weekend im Paradies" von Arnold und Bach.

Seinem Ruf als Shakespeare-Bühne wird das Schauspielhaus mit Marius von Mayenburgs "Romeo und Julia"-Inszenierung Ehre machen. Auch Roger Vontobel kehrt zurück und bringt Bernard-Marie Koltès "Kampf des Negers und der Hunde" auf die Kammerbühne.

Arthur Miller zum Finale

Anselm Weber selbst hat die deutsche Erstaufführung von "Die unsichtbare Hand" des Autors Ayad Akhtar an Land gezogen. Mit Millers "Alle meine Söhne" verabschiedet sich Weber dann im Mai 2017 in Richtung Frankfurt und Chefdramaturg Olaf Kröck übernimmt für ein Jahr bis zum Start von Johan Simons.

Abos und Karten für das Schauspielhaus Bochum: Tel. (02 34) 33 33 55 55  

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