Anwohner ärgern sich über geplanten Hausbau

Streit in der Lunestraße

APLERBECKER MARK Wo die Anwohner der Lunestraße bisher auf eine Freifläche beziehungsweise einen Garten geschaut haben, steht bald ein zweigeschossiges, großes Wohnhaus. Laut Bebauungsplan gibt es dagegen keine Einwände.

von Von Dennis Werner

, 12.08.2009, 16:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anwohner ärgern sich über geplanten Hausbau

Anwohner Alois Luig fürchtet, der Neubau verschatte sein Grundstück.

Auch Bauträger Wolfgang Froese hält dagegen. „Ich baue, was dort laut Bebauungsplan erlaubt ist. Und ich denke, das Gebäude wird kein hässliches Ding.“ Außerdem reize er die Möglichkeiten des Bebauungsplans nicht voll aus. Und nicht alle Anwohner seien gegen sein Vorhaben. Trotzdem wollen die Nachbarn den Bauträger von seinen bisherigen Plänen abbringen. „Wir haben nichts dagegen, dass er überhaupt baut“, so die Sprecherin der Anwohner-Gemeinschaft, Birgit Vortanz. Ein Geschoss weniger, so die Anwohner, und sie würden noch ein wenig Sonne abbekommen. Auch die Fläche des geplanten Sechs-Familien Hauses würde den Anwohnern, wäre sie etwas verkleinert, mehr Freiraum lassen. Auch die Art der Einfriedung des Geländes bereitet den Anwohnern Kopfzerbrechen.

Blickdichte Winkelsteine aus Beton säumen das Grundstück. Das sei nach Ansicht der Anwohner genehmigungspflichtig und hätte noch nicht ausgeführt werden dürfen. Der Bebauungsplan sieht an der Lunestraße zwar ein solches Gebäude vor, doch sozial verträglich sei das nicht, so Anwohner Hermann Obermann. Deshalb werde er einen Antrag bei der Bezirksvertretung stellen, den Plan AP 129 zu ändern. Das Bauvorhaben an der Lunestraße zeige beispielhaft die Notwendigkeit einer solchen Änderung. Wirkung auf dieses Bauvorhaben wird dies jedoch kaum haben.

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