Anwohner gründen Bürgerinitiative "Rettet Alt-Mengede"

Historischer Ortskern

Eine rund 20-köpfige Gruppe aus Anwohnern hat in Mengede die Bürgerinitiative "Rettet Alt-Mengede" gegründet. Grund dafür ist der geplante Bau von seniorengerechten Wohnungen im historischen Ortskern. Und die Initiative hat auch schon konkrete Forderungen aufgestellt.

MENGEDE

von Von Nils Heimann

, 26.09.2012, 04:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Mitglieder der Initiative wollen den alten Mengeder Ortskern nicht nur auf Papier bewundern können. Sie wollen viel lieber, dass möglichst viele der alten Gebäude ihr historisches Äußeres behalten.

Die Mitglieder der Initiative wollen den alten Mengeder Ortskern nicht nur auf Papier bewundern können. Sie wollen viel lieber, dass möglichst viele der alten Gebäude ihr historisches Äußeres behalten.

Diese Gebäude stehen unter Schutz

  • Siegenstraße:Die Häuser Nr. 6, 7, 9 und 11
  • Wiedenhof:Ev. Kirche, Haus Nr. 2 (Gemeindehaus) sowie die Häuser (Widum) 3,5,6,7, 8 und 11
  • Mengeder Straße: Die Häuser Nr. 674 und 686
  • Williburgstraße:Die Häuser Nr. 9, 10,11, 14, 21, 23, 25, 27
  • Freihofstraße: Haus Nr. 3 (ehemalige Pfarrhaus) und Haus Nr. 2

Daher überrascht es auch nicht, dass sich unmittelbar nach Bekanntwerden des geplanten Baus von seniorengerechten Wohnungen an der Mengeder Straße 688 bis 694 Widerstand unter einigen Anwohnern regt.Es bildete sich eine rund 20-köpfige Gruppe, die sich zu der Bürgerinitiative, „Rettet Alt-Mengede“ zusammenschloss. Die Initiative hat inzwischen nicht nur eine eigene Webseite aufgebaut, sondern trifft sich auch regelmäßig, um konkrete Maßnahmen gegen die Bebauung auf den Weg zu bringen. 

 

  • Die Bezirksvertretung, die Stadt und die Bürgerschaft sollten sich der Bedeutung eines historischen Ortskerns in Dortmund bewusst sein und ihn als schützenswert anerkennen.
  • Der komplette alte Ortskern soll unter Denkmalschutz gestellt werden.
  • Die Denkmalbehörde bzw. das Bauamt soll die Hausbesitzer beraten, wie Verschalungen abgenommen werden und die Häuser historisch renoviert werden können.
  • Die Stadt soll ein Sanierungsprogramm „Alt-Mengede“ auflegen, durch das die Hausbesitzer finanzielle Unterstützung für die Renovierung historischer Fassaden bekommen, das alte Kopfsteinpflaster unter den Asphaltdecken hervorgeholt und die heutige Straßenbeleuchtung durch eine historische ersetzt wird.

 Doch nicht nur Forderungen stellt die Initiative. Auch eigene Aktionen sind geplant. So beschlossen die Beteiligten, eine Unterschriftenaktion gegen die Bebauung auf den Weg zu bringen, oder demnächst Führungen durch den historischen Ortskern anzubieten. Außerdem wollen sie historische Fotos an Häusern anbringen und so eine Fotoausstellung gestalten. „Denn“, so heißt es in einem offenen Brief, den die Initiative an Bezirksvertretung, Denkmalbehörde, den Rat und alle Fraktionen schicken will, „ein fast komplett mit alten Häusern erhaltener Ortskern ist in Dortmund, ja sogar im gesamten Ruhrgebiet, absolute Rarität.“  

Diese Gebäude stehen unter Schutz

  • Siegenstraße:Die Häuser Nr. 6, 7, 9 und 11
  • Wiedenhof:Ev. Kirche, Haus Nr. 2 (Gemeindehaus) sowie die Häuser (Widum) 3,5,6,7, 8 und 11
  • Mengeder Straße: Die Häuser Nr. 674 und 686
  • Williburgstraße:Die Häuser Nr. 9, 10,11, 14, 21, 23, 25, 27
  • Freihofstraße: Haus Nr. 3 (ehemalige Pfarrhaus) und Haus Nr. 2

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