Anwohner planen Bürgerbegehren

Annener Halde

In Annen soll es einen Bürgerentscheid zur geplanten Bebauung der Halde geben. Dabei geht es im Wesentlichen um die Erweiterungsabsichten der alteingessenen Firma Draco auf der Fläche neben der Annener Halde und den Verlust von Parkplätzen und um das brachliegende Gelände der Halde.

von Barbara Zabka

Annen

, 24.01.2014, 17:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Anwohner planen Bürgerbegehren

Infogespräch über den Bebaungsplan 232 mit den Annener Bürgern. Rund vierzig Leute waren der Einladung ins Gemeindehaus St. Joseph gefolgt, um über die Verkehrssituation rund um den Bahnübergang und im besonderen über die Erweiterungsplänee der ortsansässigen Firma DRACO-Ausbüttel an der Herdecker Straße zu diskutieren.

„Wir begrüßen ausdrücklich das Engagement von Draco im Stadtteil“ betonte Dr. Richard Surrey (GAG), „Wie es für uns im Moment aussieht, wollen die Manager ihren Betrieb nur auf die andere Seite der Herdecker Straße verlegen. Und das betriebseigene Gelände mit Wohnungen und Büros anderweitig vermarkten. Und dagegen wollen wir uns wehren, weil dadurch unsere Verkehrsprobleme noch verschärft werden, wenn sich täglich unzählige LKW und zusätzliche PKW durch unser Nadelöhr quetschen müssen.“ Am Info-Abend wurde durchaus kontrovers diskutiert. Gegen Draco war prinzipiell niemand.

Aber nicht rechts und links der Herdecker Straße. Das wurde deutlich. „Warum hier, warum auf Kosten unserer Lebensqualität?“, wurden Besucherstimmen laut. Siegmut Brömmelsiek von der WBG nutzte die Gelegenheit für einen kleinen „Kommunalwahlkampf“. Keine anderen Fraktionsvertreter hatten den Weg ins Gemeindehaus an der Stockumer Straße gefunden. Es waren auch nur wenige Annener Geschäftsleute vertreten.

Eindrucksvoll beschrieb Brömmelsiek die alltägliche Verkehrssituation im Stadtteil. Staus am Bahnübergang, Staus durch Ladegeschäfte, Staus und Rückstaus im Einmündungsbereich zur Friedrich-Ebert-Straße durch den Zulieferverkehr. Und, und, und. Da erhielt er reichlich Zustimmung aus dem Publikum. Schließlich wollen die engagierten Bürger jetzt einen Arbeitskreis einrichten und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. „Das Wichtigste ist es momentan, einen Bürgerentscheid vorzubereiten. Damit können wir einem Ratsbeschluss entgegentreten,“ so Brömmelsiek.

Auch Stimmungsmacher waren unter den Gästen: „Wir hier in Annen werden doch nur verarscht. Wir müssen jetzt einen konkreten Fahrplan aufstellen, langwierige Diskussionen bringen uns nicht weiter. Schließlich ist es fünf vor zwölf.“ Das Ziel der Initiative ist es, den Bebauungsplan 232 auf der westlichen Seite der Herdecker Straße zu stoppen. „Wir tun das für unser Annen“, so Surrey.“