Anwohner und Stadt streiten um Straßensicherung

Pfarrer-Beule-Weg

SCHÜREN Hauseigentümer gegen Tiefbauamt – dieses Duell wird zur Zeit im Pfarrer-Beule-Weg in Schüren ausgetragen. Grund für den Streit ist ein 1,80 Meter breiter und 50 Meter langer geplanter Verbindungsweg zur Gerhart-Hauptmann-Grundschule.

von Von Christian Stein

, 17.07.2009, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tiefbauamt, CDU und Eigentümer diskutieren über  den geplanten Schulweg am Pfarrer-Beule-Weg.

Tiefbauamt, CDU und Eigentümer diskutieren über den geplanten Schulweg am Pfarrer-Beule-Weg.

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte Silke Tech vom Tiefbauamt: „Sollten die Eigentümer unseren Forderungen nicht nachkommen, wird eine Ersatzvornahme vorgenommen.“ Im Klartext bedeutet das: die Stadt baut den Schulweg – inklusive Absturzsicherung, für den die Eigentümer dennoch finanziell aufkommen müssen. Die anfallenden Kosten in noch unbekannter Höhe für die Absicherung werden in Rechnung gestellt. Aber wie kam es zu dem Streit zwischen den Beteiligten? Bereits 2004 beantragte die CDU in der Bezirksvertretung den Bau eines Verbindungsweges vom Pfarrer-Beule-Weg zur Grundschule.

Der Antrag erhielt Zustimmung. Geplant war, den Verbindungsweg im Wendehammer der Spielstraße anzulegen. Dort wollte die Stadt ein freies Grundstück kaufen. Der Kauf kam jedoch nicht zustande. Mitte vergangenen Jahres legten sich sie die beiden Eigentümer die Grundstücke in der Spielstraße zu. „Da war uns aber noch nicht klar, dass hier ein Schulweg entstehen soll“, betonte ein Besitzer. Denn erst Ende 2008 kaufte die Stadt das nicht vergebene Teilstück zwischen den beiden Anliegen auf.

„Diese Fläche wurde beiden Parteien angeboten, bevor die Stadt zuschlug“, so Silke Tech. Beide lehnten ab. Die Grundstücksbesitzer verharren auf ihrer Entscheidung, nicht die Kosten für den Bau der Absturzsicherung tragen zu wollen. Das Tiefbauamt drängt jedoch auf Entscheidung, da der Bauauftrag bereits vergeben ist. Außerdem soll der Verbindungsweg zum neuen Schuljahr freigeben sein. Nach jetzigem Stand ist eine Einigung noch in weiter Ferne.

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