Anwohner wehren sich gegen Aufweichung der Tempo 30 Zone

Bezirksvertretung

BRÜCHERHOF In der Einwohnerfragestunde in der Bezirksvertretung in Hörde am 9.2. gingen zwei Bürger mit einem Antrag von FDP und Bürgerliste hart ins Gericht. Der Grund: Sie fürchten zu viele Raser im Stadtteil Brücherhof.

von Von Peter Bandermann

, 10.02.2010, 14:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anwohner wehren sich gegen Aufweichung der Tempo 30 Zone

Tempo 30 in der Preinstraße: Das hart erkämpfte Limit will ein Bürger nicht ewig aufweichen lassen.

Beide Parteien forderten, auf der Overgünne im kleinen Stadtteil Brücherhof die parkenden PKW von der Fahrbahn zu verbannen, um wegen der damit verbundenen schlechten Sicht in einer S-Kurve Unfälle zu vermeiden, und Tempo 30 auf der Preinstraße samstags wieder aufzuheben, weil die Schulen dann geschlossen sind. Das brachte Bürger Bierögel in Fahrt. Mittels Mathematik versuchte er, die Politiker von einer Antrags-Zustimmung abzubringen: „Ich habe das mal ausgerechnet“, sagte der Brücherhofer am Beispiel der Preinstraße in Wellinghofen, „wer auf einer 1000 Meter langen Strecke Tempo 30 fährt, braucht nur 0,8 Minuten länger als bei 50 km/h. Über was reden wir also?“, fragte er in die Runde und fügte hinzu:

„Muss man Tempo 30 ständig aufweichen? Tempo 30 bedeutet auch weniger Lärm. Man könnte dann endlich wieder auf dem Balkon sitzen.“ Abgesehen davon: Die auf der Fahrbahn parkenden PKW würden den Verkehr ganz natürlich bremsen. Wäre die Fahrbahn frei, würde das die Raserei nur noch beschleunigen. Und so geht es jetzt weiter: Die Stadt soll prüfen, ob die vielen verschiedenen Tempo-30-Schilder im Stadtgebiet (mit den Zusätzen Mo-Fr von / bis oder werktags von / bis) vereinheitlicht werden können.

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