Anwohner will für seine Ruhe zahlen

Problembereich Rauendahlstraße

Ein Anwohner der Rauendahlstraße hat die Raserei vor seiner Haustür offenbar gründlich satt. So satt, dass er Pflasterkissen zur Verkehrsberuhigung sogar aus eigener Tasche zahlen will. Das Angebot kommt gerade recht: Aus eigener Tasche könnte die Stadt die dringend benötigte Maßnahme wohl nicht finanzieren.

BOMMERN

von Von Beatrice Haddenhorst

, 09.09.2011, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
An einigen Stellen kann man an der Rauendahlstraße noch Tempo 50 fahren.

An einigen Stellen kann man an der Rauendahlstraße noch Tempo 50 fahren.

Darin schlägt die Verwaltung vor, den Bereich zwischen den Häusern Nummer 5 bis 60 zur Tempo-30-Zone zu machen und an vier Stellen Kissen aufzupflastern. Bis jetzt gilt in diesem Bereich Tempo 50. Doch darum scheinen viele Autofahrer sich nicht zu scheren. Anfang März hat die Stadt an mehreren Tag dort die Geschwindigkeiten gemessen, mit erschreckendem Ergebnis: Bergab Richtung Bommern waren die Autofahrer im Durchschnitt mit 75 Stundenkilometern unterwegs, bergauf sogar mit 80. Der Spitzenreiter unter den Rasern bretterte mit 127 Stundenkilometern über die kurvenreiche Straße.

Der größte Teil der Straße fällt in die Zuständigkeit des Landesstraßenbauamtes. Was den Bereich der Wittener Zuständigkeit betrifft, will das Ordnungsamt nun aber nicht länger zusehen. Seit Jahren, so heißt es in der Vorlage, gebe es Beschwerden der Anwohner. Sie haben Probleme, beim Ausfahren aus Einmündungen und Zufahrten. Teilweise gibt es auf der 4,80 Meter breiten Straße auch keinen Gehweg, was besonders Fußgänger in Gefahr bringt. Aus eigener Tasche könnte die Stadt die Maßnahme nicht so leicht finanzieren. Da kommt das Angebot des Anwohners wohl gerade recht. Eine Kostenschätzung für den Bau der Kissen konnte das Tiefbauamt bisher nicht vornehmen. Mit einem mindestens vierstelligen höheren Betrag sei aber auf jeden Fall zu rechnen, hieß es dort gestern.