Anwohner wollen Berghofer Straße behalten

APLERBECKER MARK Die Stadt möchte einen kleinen Ausläufer der Berghofer Straße in der Aplerbecker Mark umbenennen, damit die Polizei, die Post und der Pizzabote die hinter einem Lärmschutzwall zur B 236 verschwundenen Häuser besser erreichen. Aber die Anwohner wollen gar keinen neuen Straßennamen.

von Von Peter Bandermann

, 25.09.2008, 13:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anwohner wollen Berghofer Straße behalten

Anwohner Lothar Voß vor einem Wegweiser auf der Berghofer Straße.

Seine Nachbarin Hella Burgemeister ergänzt: „Und das wird auch kein neuer Straßenname ändern.“ Denn die Einöde am Rande der Aplerbecker Mark zu finden, ist tatsächlich schwierig. Nicht, weil sie Berghofer Straße heißt, sondern weil sie hinter dem neuen Lärmschutzwall auf abschüssigem Gelände verschwindet und auch bei der Anfahrt mit Blaulicht nicht sichtbar ist. „Wir machen das nicht, um diese Leute zu ärgern, sondern zu deren Sicherheit“, begründet Stadtsprecher Michael Meinders den von der Bezirksvertretung (BV) Aplerbeck im August beschlossenen Schritt. Doch Polizei und Feuerwehr entwarnen: Deren Leitstellen-Computer spucken die Berghofer Straße als kleine Stichstraße aus und können per Funk die Anfahrt über die „Tiefe Mark“ anweisen. Grundsätzlich sei es aber besser, so Feuerwehrsprecher Thomas Osthoff, wenn Straßen auf Anhieb zu finden seinen.

Wie auch immer: Die Anwohner, deren Häuser teilweise vor 150 Jahren gebaut worden sind, wollen „ihre“ Berghofer Straße auf keinen Fall dem Wasserspeicher opfern. Ihre letzte Chance sieht Lothar Voß in einem Bürgerantrag: Die BV soll ihren Beschluss kippen.

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