Anwohner wollen fordern Sanierung des Spielplatzes

Bergstraße

Seit zwei Jahren steht der Spielplatz an der Ecke Bergstraße/Wartenburgstraße leer. Die Stadt hat die alten, morschen Spielgeräte abgebaut und wollte Ersatz beschaffen - das ist bislang nicht passiert. Anwohner, vor allem Kinder, sind sauer, weil es keinen Spielplatz in der Nähe gibt. Sie fordern die Sanierung des Spielplatzes.

LINDENHORST

von Von Christian Rothenberg

, 07.11.2011, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leon Brodowski ist sauer: Der Vierjährige würde so gern spielen auf dem Spielplatz vor seiner Haustür, aber seit zwei Jahren gibt es auf der Sandfläche an der Ecke Bergstraße/Wartenburgstraße keine Spielgeräte mehr.

Leon Brodowski ist sauer: Der Vierjährige würde so gern spielen auf dem Spielplatz vor seiner Haustür, aber seit zwei Jahren gibt es auf der Sandfläche an der Ecke Bergstraße/Wartenburgstraße keine Spielgeräte mehr.

Was früher mal ein Spielplatz war, ist heute nur eine karge Fläche. Kein einziges Spielgerät, Müll, Scherben und Hundehaufen liegen auf dem grauen Sand – seine besten Jahre hat die Spielfläche an der Ecke Bergstraße/Wartenburgstraße längst hinter sich. Eigentlich weisen nur noch zwei Schilder auf seine einstige Bestimmung hin. Leon wohnt mit seiner Mutter Sandra Brodowski direkt neben dem Spielplatz. Der Vierjährige fragt oft, aber die Mutter hat ihm verboten, dort zu spielen. Zu groß ist ihre Sorge. „Da liegen Flaschen, Scherben und anderer Müll rum, und ich habe auch schon Spritzen gesehen.“ Ab nachmittags seien auch häufig Jugendliche dort, die Alkohol trinken und Lärm machen.

Bis vor zwei Jahren war vor der Haustür der Brodowskis noch mehr als ein karger Platz mit altem Sand. Ein hölzernes Kletterschiff, einige Geräte und Bänke bot der Spielplatz seinen kleinen und großen Besuchern. Weil das Schiff so morsch war, wurde es schließlich renoviert. „Aber als sie fertig waren, haben sie das Schiff plötzlich wieder abgebaut“, erinnert sich Peter Beuchel, Vorsitzender der Mieter-Interessen-Gemeinschaft der Siedlung. Das Spielschiff werde woanders wieder aufgebaut, hieß es, dieser Spielplatz erhalte aber „auf jeden Fall“ neue Geräte. Das war vor zwei Jahren. Der Platz steht noch immer leer.

Deswegen fährt Sandra Brodowski mit Leon zu dem Spielplatz am Fredenbaum. Vor kurzem hat sie ihm einen Sandkasten für den eigenen Garten gekauft. Aber das ist kein Ersatz, sagt sie. Und für Leon erst recht nicht. „Ich will einen Spielplatz, und ich will rutschen“, sagt er. Beuchel hat in der Evinger Bezirksvertretung einen Antrag gestellt. Er fordert, dass der Spielplatz saniert wird. „Das ist doch ein Drecksloch“, sagt er. „Entweder die Stadt saniert, oder sie baut einen Parkplatz hin. Aber so bringt das hier niemandem was.“Klaus Kalamajka kommt hinzu. Der Nachbar von Sandra Brodowski ist hier aufgewachsen. „Als kleiner Junge habe ich in den 1950er-Jahren dort gespielt“, sagt er, der heute 62 Jahre alt ist. „Da war das ein richtiger Spielplatz und nicht so ein Sandhaufen.“