Anzeige wegen Tierquälerei

Erntemarkt

HÖRDE Die Vorwürfe haben Gewicht: Der Tierschutzverein Groß-Dortmund zeigte den Imker Ralf D. Schmidt wegen Tierquälerei an. Beim Hörder Erntemarkt habe er Tiere unter unhaltbaren Bedingungen präsentiert. Was steckt hinter den Beschuldigungen?

von Von Peter Bandermann

, 09.10.2009, 18:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zum Greifen nah: Ein Finger versucht eine neugierige Nase zu streicheln. Auf Dauer müssen Tiere sich aber zurückziehen können, wenn sie das wollen.

Zum Greifen nah: Ein Finger versucht eine neugierige Nase zu streicheln. Auf Dauer müssen Tiere sich aber zurückziehen können, wenn sie das wollen.

Die Stadt prüft jetzt die Vorwürfe. „Grundsätzlich gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit mit Herrn Schmidt. Wir müssen sagen, dass er immer gut für die Tiere sorgt“, erklärte Stadtsprecher Michael Meinders. Bereits vor dem Erntemarkt hatte die Stadt – wie üblich – Auflagen erteilt. Meinders über diese Kriterien: „Die Tiere müssen Rückzugsmöglichkeiten haben, vor der Witterung geschützt sein und sie dürfen nicht ständig Streicheleinheiten ausgesetzt sein.“ Erika Scheffer hatte als Vorsitzende des Tierschutzvereins eben dies für die Stände von Ralf D. Schmidt behauptet.

Der Imker kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen: „Das sind ernst zu nehmende Vorwürfe, aber wer so etwas behauptet, leidet unter Realitätsverlust.“ Er habe die Häuschen etwa für die Hühner extra für den Erntemarkt entworfen und sei stets anwesend und bei eigenen Kontrollen auch ansprechbar gewesen.