Aplerbeck: Ein Politikum gibt Ruh

APLERBECK Die Aplerbecker Waldstraße ist nicht nur eine Wegeverbindung zwischen der Hüsingstraße im Norden und der Schwerter Straße im Süden. Die Aplerbecker Waldstraße ist ein echtes Politikum.

von Von Jörg Bauerfeld

, 12.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Seit Mitte der 80er Jahre streiten sich Politiker und Bürger über den Sinn und Zweck dieser Straße. Jetzt wurde ein Schlussstrich unter all die Diskussionen gezogen. Denn die Umbaumaßnahmen stehen kurz vor dem Abschluss.

Wurde die Straße schon im Jahr 2003 für den Durchgangsverkehr gesperrt, rund 800 Meter Asphalt abgetragen und durch eine Dolomitsandauflage ersetzt, ging es in den letzten Tagen der restlichen Asphaltdecke in Richtung Schwerter Straße an den Kragen. "Rund 15 cm tief wurde die Asphaltdecke abgefräst. Auf einer Länge von 1200 Metern. Bis auf den Unterbau, den wir noch verwenden", erläuterte  Ulrich Finger (Tiefbauamt). Noch zeugen Baustellenschilder und Absperrzäune von den Arbeiten, doch Ende dieser Woche soll die Straße wieder hergerichtet sein.

Obwohl die Bezeichnung Straße dann wohl nicht mehr zutreffend ist, denn sie wird "nur noch den Charakter eines Waldweges haben", sagt Finger. Nutzbar für die Gäste des Restaurants Waldschlösschen" für die Waldarbeiter und für Jogger, Spaziergänger und Radfahrer, die den Aplerbeck Wald als Ausflugziel nutzen.

"Wir haben schon lange dafür gekämpft, dass die Straße nicht mehr in ihrem ehemaligen Zustand verbleibt", sagt Fritz Goersmeyer (Grüne). Den ersten Antrag über eine Nutzungsänderung der Straße stellte die Fraktion im Übrigen schon im Jahr 1989 - damals ohne Erfolg.

Auch Georg Kaleck kann die Freude über das "verschwinden" der Asphaltbahn durch das Naturschutzgebiet nicht verhehlen.

Kleine Teiche

Der engagierte Naturschützer hatte sich ebenfalls schon seit Jahren für eine Umgestaltung eingesetzt. Zum Schutz der Wildtiere und der zahlreichen Amphibien, die in den Siepen und kleinen Teichen leben.

Das am Ende das Tauziehen um die Nutzung der Aplerbecker Waldstraße beendet wurde, war eine Gemeinschaftsproduktion aller Fraktionen in der BV. Die bewilligten die Umbaugelder in Höhe von 60 000 Euro und sorgten so für ein Happy-End.