Aplerbeck: Hip-Hopper Lyriko arbeitet an seiner 3. CD

APLERBECK Baseball-Kappe, buntes weites Oberteil und die Hose in einer Höhe unter der Hüfte sitzend, bei der die Oma sagen würde: „Junge, wie läufst du denn schon wieder rum.“ Die Klamotten passen wie die Faust aufs Auge zu der großen Leidenschaft von Joschua Meyer. Der 20-Jährige ist Hip-Hopper mit Leib und Seele.

von Von Jörg Bauerfeld

, 15.09.2008, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Joschua Meyer, alias Lyriko.

Joschua Meyer, alias Lyriko.

Dazu passen auch seine Texte. Lustige Sprüche, mal der böse Junge, mal der gute Samariter. „Ich schlüpfe in diese Rollen wie ein Schauspieler“, so „Lyriko“ und grinst. Überhaupt strahlt Joschua eine ansteckende Fröhlichkeit aus. Und er weiß, was er will. „Studieren, in einigen Tagen geht‘s los. Grafik-Design an der Fachhochschule.“ Natürlich macht er weiter Hip-Hop. „Das gehört einfach zu meinem Leben.“ Zwei CDs hat er bislang produziert. „Die habe ich aber nur auf Konzerten verkauft, so nebenbei“. Eine dritte CD soll im nächsten Jahr folgen. „Und die wird unter professionellen Bedingungen aufgenommen.“ „Sohn des Glücks“ wird sie heißen, das steht schon fest. „In Erinnerung an meinen Bruder Benjamin.“ Von ihm hat Joschua die Begeisterung für den Hip-Hop übernommen. Unzählige Titel haben sie zusammen gehört.

Benjamin starb im letzten Jahr. Er war der Polizist, der auf tragische Art beim G8-Gipfel in Heiligendamm ums Leben kam. „Es wird ein sehr persönliches Album“, sagt Joschua. Und der junge Mann, der eigentlich immer fröhlich wirkt, wird plötzlich nachdenklich. „Ob es ein Erfolg wird, wer weiß. Aber vielleicht hält ja mein Bruder von oben die Hand drauf und dann wird es bestimmt was.“