Aplerbecker Politiker geschlossen gegen militärische Überflüge

Dortmunder Flughafen

Der Probe-Anflug der AWACS- Maschine am 6. Januar sorgte für Aufregung und wütende Proteste. Schon im August 2010 tauchten militärische Flugobjekte über dem Himmel über Dortmund auf, die dort nach Meinung von Henning Müller-Späth (Bürgerliste) nun gar nichts zu suchen haben.

APLERBECK

von Von Jörg Bauerfeld

, 09.02.2011, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aplerbecker Politiker geschlossen gegen militärische Überflüge

Die Landebahn des Dortmunder Flughafens. Hier fanden in letzter Zeit auch militärische Überflüge statt.

Denn die Antwort der Bezirksregierung Münster auf einen Beschwerdebrief, brachte Henning Müller-Späth ziemlich ins Grübeln. Dort hieß es nämlich, dass schon im Juli ein ähnlicher Übungsflugbetrieb am Dortmunder Flughafen stattgefunden hätte. Ebenfalls mit der Lockheed C 130 Herkules. Hierbei handele es sich um einen rechtlich zugelassenen Flugbetrieb, da die Betriebsgenehmigung des Flughafens Dortmund für diesen Zeitraum keine flugbetriebliche Beschränkung vorsieht. So argumentiert auch Marc Schulte, Pressesprecher des Dortmunder Flughafens. "Uns sind in sofern die Hände gebunden solange eine Betriebsgenehmigung vorliegt und die Maschinen den Lärmschutzauflagen entsprechen. Wir haben in diesen Fällen als Flughafen eine Betriebspflicht". Ein Verbot könne der Flughafen nicht aussprechen. So räumte Schulte gleichzeitig ein, dass es Anflüge mit einer AWACS-Flugzeug nicht mehr in Dortmund geben wird.

Für die Mitglieder der Bezirksvertretung wäre es wünschenswert, wenn "alle unnötigen Überflüge gestrichen würden", so Müller Späth. Der auch noch einmal daran erinnerte, dass OB Ullrich Sierau einmal von einem Öko-Airport Dortmund gesprochen habe. "Ich frage mich allen Ernstes, was ein ziviler Flughafen, auf dem militärische Überflüge trainiert wird, mit Ökologie zu tun hat".  

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