Aplerbecker Sportclub: Geschäftsführer Herbert Köhler geht

APLERBECKER MARK Eine lange Zeit findet sein Ende: 31 Jahre war Herbert Köhler Geschäftsführer beim Aplerbecker Sportclub 09 (ASC) – lang genug, wie der 71-Jährige meint.

von Von Christian Stein

, 30.12.2008, 17:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aplerbecker Sportclub: Geschäftsführer Herbert Köhler geht

Herbert Köhler steht für den Erfolg des ASC.

Christian Stein sprach mit dem ehemaligen Handballer über seine Ehrung im Dezember, einen großen Verlust und Glückwünsche zum 100. Geburtstag seines Clubs.Sie wurden vor kurzem von Bezirksbürgermeister Sascha Mader geehrt. Wie war das für Sie?Köhler: Ich habe mich sehr darüber gefreut, auch wenn die Ehrung hinter meinem Rücken von Vorstand und Bezirksvertretung besprochen wurde. Es war ein schönes Erlebnis für mich.31 Jahre ASC-Geschäftsführer. Wie empfanden Sie diese Zeit?Köhler: Ich habe eine Menge Geld und Zeit in den Verein gesteckt, denn diesen Aufwand muss man investieren. Wir haben mittlerweile 3000 Mitglieder und das dank unserer exzellenten Struktur. Ich konnte Anfang der 90er Jahre mit der Continentalen einen großen Sponsor an Land holen, der unserem Verein einen Aufschwung gab.Warum haben Sie sich nicht erneut zur Wahl gestellt?Köhler: 31 Jahre sind einfach zu viel. Man muss gehen, wenn‘s den Leuten Leid tut. Was bedeutet Ihnen der Verein?Köhler: Er ist ein Stück meines Lebens. Ich könnte nie ohne ihn leben und ihn auch nie verlassen. Mittlerweile bin ich sogar Ehrenmitglied.Was denken Sie: Wie wichtig ist der ASC 09 für den Stadtbezirk Aplerbeck?Köhler: Der Verein hat einen dominierenden Stellenwert. Wir zeigen unsere Verbundenheit mit Dortmund, wo wir der drittgrößter Verein sind.Vor kurzem erklärte Ihr Spielertrainer Hannes Wolf, dass er den Club verlässt.Köhler: Er ist ein prächtiger Mensch und sein Ausscheiden sicherlich ein großer Verlust. Aber Wolf wird seinen sportlichen Weg gehen. Für seine Entwicklung ist es wichtig, dass er den Verein verlässt und sich neue Ziele steckt. Wie sehen Sie die Zukunft des Vereins?Köhler: Sehr positiv. Wir sind gut aufgestellt, denn unsere große Stärke im Club ist das Führungspersonal. Erwähnenswert ist auch die Bezirksvertretung, die bislang immer offene Ohren für uns hatte.In ihrer ASC-Zeit haben Sie vermutlich viel erlebt. Was war der schönste, aber auch schlimmste Moment?Köhler: Der schönste war eindeutig der Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga, was alle Abteilungen beflügelt und das Wir-Gefühl gestärkt hat. Der schlimmste Moment war der Tod unseres Vorsitzenden Hans-Gerhard Civis vor zwei Jahren.2009 wird der Aplerbecker Sportclub 100 Jahre alt. Welche Glückwünsche haben Sie für ihn?Köhler: Ich wünsche dem Verein, dass er so weiter wächst, sein exzellentes Führungspersonal behält und Trainings- und Spielmöglichkeiten bekommt, die er absolut verdient hat. Denn derzeit herrscht ein untragbarer Zustand.

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