Appell an Mitarbeiter in Kliniken und Pflege: „Bitte lassen Sie sich gegen Covid-19 impfen“

Coronavirus

In einem dringenden Appell fordern das NRW-Gesundheitsministerium, Kliniken und der Pflegerat alle Beschäftigten in Pflege und Kliniken zur Impfung auf. Und argumentieren gegen Zweifel.

NRW

13.01.2021, 11:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mitarbeiter im Gesundheitswesen sollen sich impfen lassen, appellieren das Land NRW, die Kliniken und der Pflegerat.

Mitarbeiter im Gesundheitswesen sollen sich impfen lassen, appellieren das Land NRW, die Kliniken und der Pflegerat. © picture alliance/dpa/AP

Kurz vor dem Impfstart gegen das Coronavirus in den Krankenhäusern von Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung Mitarbeiter in den Kliniken sowie in der Pflege aufgerufen, das Angebot in Anspruch zu nehmen.

„Bitte lassen Sie sich gegen Covid-19 impfen und schützen Sie damit Ihre Angehörigen und sich selbst sowie die Ihnen anvertrauten Patientinnen und Patienten vor einer Ausbreitung des Virus“, heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums am Mittwoch. Auch die Krankenhausgesellschaft und der Pflegerat schlossen sich dem Appell an.

Die Krankenhäuser erhielten nun zügig den Impfstoff, damit zuerst das Personal in Risikobereichen gegen Corona geimpft werden könne, hieß es in der Mitteilung. Rund 90.000 Beschäftigte, die auf Isolier- oder Intensivstationen, in Notaufnahmen oder im Kontakt mit besonders gefährdeten Patientinnen und Patienten in der Onkologie oder Transplantationsmedizin arbeiten, könnten sich in dieser ersten Stufe gegen Corona impfen lassen. Zuvor hatten die Corona-Impfungen in Pflegeeinrichtungen begonnen.

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„Die Bereitschaft zur Impfung, insbesondere bei den gut informierten Kolleginnen und Kollegen, ist sehr hoch“, erklärte der Pflegerat-Vorsitzende Ludger Risse. Gerade die Tatsache, dass die Impfstoffe in der EU nicht in einem beschleunigten Verfahren zugelassen worden sind, schaffe Vertrauen.

Risse betonte: „Ich kann deshalb nur empfehlen, sich gründlich bei seriösen Quellen wie der Ständigen Impfkommission (STIKO) oder dem Robert Koch-Institut (RKI) zu informieren. Diese Impfung ist garantiert ungefährlicher als eine durchgemachte COVID-19-Erkrankung. Es ist für mich keine Frage, dass ich mich selbst auch impfen lasse, wenn ich an der Reihe bin.“

dpa/kar


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