Aral hat in 2008 weniger Kraftstoffe verkauft

BOCHUM Autofahrer und Ölkunden müssen sich nach Einschätzung der Deutschen BP in der zweiten Jahreshälfte auf steigende Preise einstellen. Im ersten Halbjahr gehe er von einem Rohölpreis von durchschnittlich 40 bis 50 US-Dollar je Barrel aus, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Uwe Franke auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens in Düsseldorf.

05.05.2009, 12:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Uwe Franke.

Dr. Uwe Franke.

Wenn es zu einer wirtschaftlichen Stabilisierung komme und die OPEC ihre Quoten einhalte, könne er sich im zweiten Halbjahr durchaus bei 50 bis 60 Dollar je Barrel bewegen. Der Autofahrer wird es an der Tankstelle merken.

"Schwieriges Umfeld"

Kein Raum für Spekulationen lassen die Unternehmenszahlen für das vergangene Jahr. "Wir haben in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und angesichts der Finanzkrise ein respektables Ergebnis erzielt", sprach Franke von einem insgesamt "guten Geschäftsjahr". Das Jahresergebnis (119 Mio. Euro) blieb allerdings unter dem Ergebnis von 2007 (Gewinn 658 Mio. Euro). Auch die Nr. 1 des deutschen Mineralölmarktes bekam die Auswirkungen der Sparmaßnahmen der Verbraucher zu spüren. Der BP-Absatz von Dieselkraftstoff ist mit 9,1 Mio. Tonnen um 3,7 % zurückgegangen. Beim Inlandsabsatz der Ottokraftstoffe betrug das Minus sogar 13,5 Prozent. Zulegen konnte das Unternehmen hingegen beim leichten Heizöl. Der Absatz stieg um fast 35 Prozent.2490 Aral-Tankstellen

Erhöht hat sich im 1. Quartal die Anzahl der Aral-Tankstellen: Im Rahmen neuer Markenverträge mit mittelständischen Tankstellenunternehmen wurden 61 Tankstellen umgestellt. Weitere 13 Tankstellen werden im Laufe des Jahres folgen. Aktuell umfasst das Aral Tankstellennetz 2 490 Stationen inklusive 105 Autobahnstationen.