Arbeitende und Arbeitslose Hand in Hand

LAER Grenzüberschreitende Unterstützung haben acht Leiharbeiter der Firmen Adecco und Wico erfahren, die für Opel tätig waren und am 18. Juni ihre fristlose Kündigung erhalten hatten.

von Von Nina Vogt

, 08.07.2008, 16:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerd Pfisterer (r.) bezeichnete die Leiharbeiter, die sich beim Betriebsrat nach Lohnerhöhungen erkundigt hatten und dafür gekündigt worden waren, als mutig und unterstützte sie.

Gerd Pfisterer (r.) bezeichnete die Leiharbeiter, die sich beim Betriebsrat nach Lohnerhöhungen erkundigt hatten und dafür gekündigt worden waren, als mutig und unterstützte sie.

Der Einladung des gebildeten Solidaritätskreises für die Wiedereinstellung der entlassenen Leiharbeiter, vor dem Opel-Werk I zu demonstrieren, folgten nicht nur Opel-Kollegen sondern auch Teilnehmer der Montagsdemonstration - aus Bochum, aber auch aus nahe gelegenen Städten wie Dortmund, Witten oder Recklinghausen. Auch die Betriebsräte anderer Unternehmen beschränkten sich nicht nur auf schriftliche Solidaritätserklärungen. So ergriffen nach den Leiharbeitern die Betriebsratsvorsitzenden der Firmen Johnson Controls sowie Hoesch Spundwand und Profil, Dietmar Kupfer und Gerd Pfisterer, das Wort vor rund 50 Demonstranten.

"Alle Arbeiter - eine Belegschaft" verkündeten die Transparente, die die Demonstranten mitgebracht hatten. Oder "Wer einen von uns angreift, greift alle an!". Clemens Böttigheimer vom Solidaritätskreis zeigte sich erfreut über die Unterstützung: "Arbeitslose und Arbeitende müssen zusammen halten und gegen eine solch ungerechte Behandlung ankämpfen", sagte er. "Wir erhalten Hilfe von so vielen Seiten, haben schon über 600 Unterschriften gesammelt. Aus der Bevölkerung und von zwei weiteren Solidaritätskreisen haben wir Spenden in Höhe von über 5000 Euro erhalten, um die Arbeiter zu unterstützen." niv