Arbeitsagentur verweist auf spannende Randnotizen

Mai-Statistik

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Bochum im Mai um 102 Personen gestiegen, die Quote liegt bei 10,1 Prozent. Die Experten der Arbeitsagentur verweisen daher umso mehr auf erfreuliche Fakten aus den Bereichen Unterbeschäftigung und Kurzarbeit.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 31.05.2011, 12:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Seit dem ersten März 2009 ist Udo Glantschnig Chef der Bochumer Agentur für Arbeit. Für den Mai 2011 hat er positive Zahlen verkündet.

Seit dem ersten März 2009 ist Udo Glantschnig Chef der Bochumer Agentur für Arbeit. Für den Mai 2011 hat er positive Zahlen verkündet.

Während die Arbeitslosigkeit von Mai 2010 auf Mai 2011 um 102 Personen angestiegen ist, konnte die Unterbeschäftigung um 2203 Personen reduziert werden. Der Unterschied: Zur Unterbeschäftigung zählen auch alle Arbeitslosen, die in diversen Fördermaßnahmen oder Ein-Euro-Jobs stecken. Sie wird daher auch häufig als die „echte Arbeitslosenzahl“ betitelt, aber von den Statistikern der Arbeitsagenturen nur sehr selten herangezogen. Der Grund: „Einsparungen bei der Förderung führen zu sichtbar mehr Arbeitslosigkeit“, so Udo Glantschnig. Gesparrt wurde ordentlich. Seit dem ersten Januar bekommen die Jobcenter und Agenturen circa 20 Prozent weniger Geld für Qualifizierungs- und Eingliederungsmaßnahmen. Für die Statistik heißt das: Etwa 800 Bochumer stecken nicht mehr in Maßnahmen, haben ebenso auch keinen Job und sind somit ganz offiziell arbeitslos. Die Quote der Agentur steigt. Tatsächlich erfreulich ist, dass die Zahl der Unterbeschäftigung derzeit kontinuierlich sinkt. „Wir haben doch deutlich mehr Arbeitslosigkeit abgebaut, als die Zahlen auf den ersten Blick abbilden“, argumentiert Glantschnig.

Ebenso erfreulich: Die Kurzarbeit spielt in Bochum kaum noch eine Rolle. Von einst mehr als 350 Betrieben melden derzeit nur noch 100 Kurzarbeit an. Viele von diesen nutzen die Kurzarbeit letztlich aber nicht. Gleichzeitig zählt die Agentur einen Zuwachs an neuen Jobangeboten. Im Moment besonders für den Bereich Gastronomie, Bau- und Baunebengewerbe sowie Busfahrer. „Das Reisegeschäft setzt ein“, sagt Glantschnig. Derzeit liegen knapp 3000 Jobangebote bei der Agentur. Allein im Mai kamen fast 1000 neue Stellen hinzu. Vom Fachkräftemangel spricht der Agenturchef zwar noch nicht – „es gibt aber erste Engpässe“.