Arbeitskreis und Bürger besprachen Namensvorschläge

Neubaugebiet Hohenbuschei

BRACKEL Neue Namen müssen her. Während sich einige Straßen des Hohenbuschei-Geländes bereits im Bau befinden, sind andere erst auf dem Papier geplant. Trotzdem drängt die Zeit: Schließlich sollen alle einen passenden Namen erhalten. Einige Vorschläge wurden am Mittwochabend beim Treffen im Kulturzentrum Balou von Bürgern und Arbeitskreis besprochen.

von Von Philipp Piasetzki

, 22.05.2009, 12:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Teilnehmer des Treffens bei der Arbeit. Nur 15 Bürger sind zur Versammlung erschienen.

Die Teilnehmer des Treffens bei der Arbeit. Nur 15 Bürger sind zur Versammlung erschienen.

Die neuen Wege im Süden des Gebiets sollen Namen erhalten, die an die Geschichte des Standorts als Flughafen bzw. Kasernengelände erinnern. „Napierweg“, „Luftschiffweg“, „Sir-Davis-Straße“, „Brackeler Ostholz“ sowie „Zur alten Landebahn“ wurden vorgeschlagen. Die längste Vorschlagsliste legte Dr. Günter Knippenberg vom Geschichtskreis für die Straßen im Osten vor, die verdienten Dortmunder und Brackeler Persönlichkeiten gewidmet werden soll. Ein Auszug:

  • Joseph Blank (NRW-Minister)
  • Dr. Herbert Scholtissek (Dortmunder OB 1946)
  • Eberhardt Schnellen (Rektor der Augustinus-Schule, 1937 zwangspensioniert)
  • Robert Gustav Schmidt (bis 1943 Pastor, danach im Widerstand)
  • Heinrich Karl Ernst Grüber (Pastor in Brackel, später Probst in Berlin)

Die Liste wurde von Bezirksvertreter Wolfgang Stut-Schilp (CDU) um Franz Jakobi (BVB-Mitbegründer) sowie den Lyriker Peter Rühmkorf ergänzt. Auch Hoesch-Manager Detlev Carsten Rohwedder gilt als Favorit. Außerdem sollen neben verdienten BVB-Spielern weitere berühmte Dortmunder Sportler berücksichtigt werden.

Auf großen Zuspruch stieß der Vorschlag der Scharnhorsterin Heidrun Erdmann-Rapkay, die die Juristin Elisabeth Selbert – eine der „Mütter des Grundgesetzes“ – favorisiert. „Obwohl sie keine Dortmunderin war, könnte ich mir eine Straße mit ihrem Namen sehr gut vorstellen. Schließlich haben wir uns vorgenommen, möglichst viele Frauen bei der Namensgebung zu berücksichtigen“, so Monecke und fügte hinzu, dass sie neben Theodor Blank und Heinrich Czerkus zu den Favoriten für die drei großen Stichstraßen zähle. Auch wenn sich das Interesse der Bürger in Grenzen hielt – nur rund 15 Männer und Frauen waren gekommen –, „haben wir eine Menge Vorschläge erhalten, die uns vielleicht so nicht in den Sinn gekommen wären“, sagte Christian Barrenbrügge (CDU). 

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