Arbeitslosenquote sinkt auf 10,2 Prozent

Agentur für Arbeit

BOCHUM 18.544 Arbeitslose, und damit so wenig wie in keinem anderen Monat März der vergangenen zwölf Jahren, vermeldet die Arbeitsagentur für Bochum.

von Von Benedikt Reichel

, 31.03.2010, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Arbeitslosenzalen in Lünen und Selm sind gesunken.

Die Arbeitslosenzalen in Lünen und Selm sind gesunken.

"Und das in der Krise", betont Thomas Keyen, Geschäftsführer der Agentur. Doch wer will bei diesen guten Nachrichten noch von Krise reden:

  • Die Arbeitslosenquote ist auf 10,2 Prozent gesunken und niedriger als im Vorjahr.
  • Auch die Zahl der tatsächlichen Unterbeschäftigung inklusiver aller Arbeitsbeschaffungs- und Qualifizierungsmaßnahmen ist rückläufig.
  • Es gibt weniger jugendliche-, ältere- und Langzeitarbeitslose in Bochum.
  • Die Zunahme an neuen Stellen ist gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen und erstmals auch gegenüber dem Vorjahr wieder merklich angewachsen. 792 neue Arbeitsplätze gab es im März.

"Man muss allerdings vor zu viel Enthusiasmus warnen", sagt Keyen. Das Risiko, dass sich die Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt durchschlägt sei zwar gesunken, aber nicht verbannt. Denn noch immer sind vor allem exportierende Industriebetriebe und deren Zulieferer sowie die gesamte Automobilbranche von Kurzarbeit betroffen. 395 Bochumer Unternehmen haben Kurzarbeit angemeldet, 13.891 Arbeitnehmer sind davon betroffen.

 

Die Kräftenachfrage kommt vor allem aus dem Branche der Zeitarbeitsfirmen. "Das waren die ersten, die unter der Krise gelitten haben und sind nun die ersten die wieder anspringen", sagt Thomas Keyen und wertet das als gutes Zeichen. Der Agentur-Geschäftsführer wirbt für die Jobs der Zeitarbeitsbranche. Gerade für Jugendliche sei dies eine gute Chance in den Arbeitsmarkt einzusteigen.

Langzeitarbeitslose Zu den Langzeitarbeitslosen erklärt Keyen, dass die sinkenden Zahlen nicht darauf zurückzuführen sind, dass viele Langzeitarbeitslose einen Job gefunden hätten. Vielmehr seien Arbeitslose schneller vermittelt worden und würden somit gar nicht erst in die Langzeitarbeitslosigkeit rutschen. "Das Verbleibsrisiko in der Arbeitslosigkeit sinkt", so Keyen.