Arbeitsplätze haben Priorität

WITTEN "Für uns hat der Erhalt der Arbeitsplätze Priorität", das stellt der Bezirk Dortmund-Hagen der IGBCE jetzt zur Situation bei HP Pelzer klar.

von Von Susanne Linka

, 10.02.2008, 13:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bekanntlich hat die Geschäftsleitung des Unternehmens vorschlagen, 59 Stellen in der Produktion abzubauen, um das Wittener Stammwerk aus der Verlustzone zu führen. Derzeit vertritt die Gewerkschaft 13 Arbeitnehmer vor dem Arbeitsgericht, denen bereits Ende letzten Jahres gekündigt wurde: "Für uns ist das eine Maßnahme im Stellenabbau. Wir wollen von 72 und nicht von 59 betroffenen Stellen reden", bekräftigt Rudi Fickert, Sekretär der zuständigen Gewerkschaft IGBCE. Auch die 13 Mitarbeiter sollen nach seinen Vorstellungen in den demnächst auszuhandelnden Sozialplan mit eingebunden werden.

Spätere Aktionen nicht ausgeschlossen

Die IGBCE ist sich mit dem Betriebsrat einig, dass der Stellenabbau nicht widerspruchslos hingenommen werden kann, sofern er nicht sozialverträglich erfolgt: "Spätere Aktionen schließen wird nicht aus."

Zunächst wolle die IBCE gemeinsam mit dem Betriebsrat die vorliegenden betrieblichen Daten prüfen und analysieren lassen, um danach mit der Geschäftsführung über Möglichkeiten zu reden, den Umfang der geplanten Freisetzungen zu verringern.

Lohnverzicht könnte ein Thema sein

Auch Lohnverzicht könnte dabei ein Thema sein, um Arbeitsplätze zu retten: "In unserer Branche gibt es schließlich Tariföffnungsklauseln, die erst einmal ausgeschöpft werden müssen", unterstreicht Fickert.

Erst danach, so kündigt die Gewerkschaft an, werde sie gemeinsam mit dem Betriebsrat in Verhandlungen um einen Interessenausgleich und Sozialplan treten.