Architektur-Führer Dortmund — Zeche Zollern

Baukultur

Die Zeche Zollen in Dortmund-Bövinghausen gilt als eine der schönsten Zechen des Ruhrgebiets. Wer durch die Allee durch das herrschaftliche Tor tritt, meint vielmehr, einen Adelsitz vor sich zu haben.

Dortmund

von Richard Schmalöer

, 20.06.2014, 11:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Architektur-Führer Dortmund — Zeche Zollern

Die Maschinenhalle der Zeche Zollern.

  • Grubenweg 5, 44388 Dortmund-Bövinghausen
  • Eigentümer: Landschaftverband Westfalen-Lippe (LWL)
  • Baujahr: 1898/1902
  • Historismus/Jugendstil/Backsteingotik
  • Architekt: Paul Knobbe/Bruno Möhring
  • Denkmalschutz
  • Nutzung: Museum, Veranstaltungen
  • Besonderheit: gilt als schönste Zeche im Ruhrgebiet — Fördergerüst stammt aus Gelsenkirchen

"Märchenland der Industriebarone, zusammengesetzt aus Historismus mit Treppengiebeln und floralem Jugendstil reinster Prägung. Wenn schon Schwerindustrie, dann doch richtig schön! Und das ist es geworden, die Maschinenhalle hat es sogar zum Briefmarkenmotiv gebracht, welcher Dortmunder kann das schon für sich in Anspruch nehmen? In den 80er Jahren wurde der Märchenpark noch ausgebaut, denn dieses Fördergerüst hat es hier nie gegeben. Es ist von der Zeche Wilhelmine Victoria in Gelsenkirchen (Schacht Zollern II) bzw. von der Zeche Friedrich der Große in Herne (Zollern IV) hierher gebracht worden. Das Seltsame dabei: Auch die strengen Rationalisten unter den Architekten mögen dieses Ensemble. Als Josef Paul Kleihues den Gästen seiner ersten legendären Dortmunder Architekturtage besondere Architektur in Dortmund zeigen wollte, fuhr er mit ihnen nach Zollern und selbst Aldo Rossi war begeistert. War das der Beginn des Zeitalters der Industriekultur?" Richard Schmalöer, Architekt aus Dortmund