ARGE muss aufräumen

BOCHUM Die FDP-Ratsfraktion fordert von der ARGE eine schnelle Befriedung des Betriebsklimas, nachdem eine Bochumer Beratungsfirma eine Belastungsanalyse der Miterbeiter/innen durchgeführt hatte.

von Von Joachim Stöwer

, 16.08.2007, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Die Ergebnisse sind erschreckend“, so kommentiert der sozialpolitische Sprecher der FDP-Ratsfraktion, Felix Haltt, die Analyse. So sehen 80 Prozent der Beschäftigten im Bereich „Arbeitsorganisation“ Mängel. 87 Prozent gaben an, regelmäßig „müde, erschöpft und kaputt“ zu sein. Haltt: „Offenbar gibt es eine Vielzahl von Belastungsschwerpunkten. Die Angaben der Beschäftigten sind in ihrer Deutlichkeit doch ungewöhnlich.“

Information muss fließen

Die FDP-Ratsfraktion fordert daher die schnelle Umsetzung von Maßnahmen, um die Situation der Beschäftigten zu entlasten. Nicht nur zu deren Gunsten, denn, so vermutet Haltt: „Bei einer solchen Belastungssituation kann es nicht überraschen, wenn auch die Leistungen der ARGE in ihrer Qualität leiden.“ Immerhin 69 Prozent der Beschäftigten stellten fest, dass es ihnen derzeit nicht möglich ist, individuell auf jeden Kunden als Person einzugehen.

Sofortmaßnahmen erwartet Haltt von der Trägerversammlung der ARGE: „Sie muss erste Verbesserungen auf den Weg bringen – die Beschäftigten haben ja bereits über 140 Einzelmaßnahmen vorgeschlagen, wie die Situation zu verbessern ist. “Doch nicht nur die Trägerversammlung sei gefragt. Haltt: „Die Verwaltung hat zugesagt, über die Situation der ARGE und die eingeleiteten Maßnahmen in den zuständigen Ausschüssen ausführlich zu berichten. Wenn alle Ausschussmitglieder auf dem gleichen Informationsstand sind, muss der Sozial- und Gesundheitsausschuss beraten, wie er die Situation bewertet und ob er weitere Maßnahmen auf den Weg bringen muss.“