Asiatische Kunst bringt Europäer an ihre Grenzen

Auktion in Köln

Es ist ein rasanter Aufstieg, den die asiatische Kunst derzeit weltweit erfährt. Das beweist nicht zuletzt die Riesen-Ausstellung "China 8", die aktuell in acht Städten an Rhein und Ruhr zeitgenössische chinesische Kunst darbietet. Bei Auktionen bringt die Kunst aus Fernost europäische Bieter inzwischen an ihre finanziellen Grenzen.

KÖLN

, 10.06.2015 / Lesedauer: 2 min
Asiatische Kunst bringt Europäer an ihre Grenzen

Kawase Hasuis Bild brachte 2232 Euro

Erst in der vergangenen Woche versteigerte das Kölner Auktionshaus Lempertz chinesische Kunst. Mit "China 8" hat das allerdings nichts zu tun. Seit gut einem Jahrhundert bringt das Traditionshaus asiatische Kunst an den Mann und deckt mit seinem Angebot das komplette Kunst-ABC des Kontinents ab.

Kunst gewinnt an Beliebtheit

Da gibt es von Porzellan über Keramik bis hin zur Malerei und zum Kunsthandwerk alles, was bei Kunstsammlern weltweit immer mehr an Beliebtheit gewinnt.

Besonders groß sei die Nachfrage bei chinesischen Kunden, heißt es vom Auktionshaus. Sie steigerten vor Ort oder am Telefon, aber auch live im Internet mit. "Dabei steigen die Preise für asiatische Kunst derzeit so sehr, dass europäische Kunden kaum mehr mithalten können", sagt Noemi Stubbe, Expertin für asiatische Kunst im Kölner Auktionshaus. Der Trend, der derzeit auf dem gesamten Kunstmarkt zu spüren ist, spiegelt sich inzwischen auch auf dem Markt für asiatische Kunst wider.

Kaiserliche Objekte sind der Renner

Angetan habe es den Lempertz-Kunden vor allem Kunst aus Porzellan und kaiserliche Objekte. Traditionelle Kunst, sagt Stubbe, sei derzeit der Renner. Was die zeitgenössische Kunst betrifft, sei die Malerei auf dem Vormarsch. Die Preise jedenfalls schießen mit der Zahl der Interessenten in die Höhe. Erst kürzlich brachte das Auktionshaus eine Bronzestatue für 800000 Euro an den Mann.