Astroh: 550 werden freigestellt

BOCHUM Rund 550 Beschäftigte des insolventen Küchen-Spezialisten Astroh werden laut einem Pressebericht ab 1. Februar von ihrer Arbeit freigestellt, da sich bisher kein Käufer für die Kette gefunden hat.

von ddp

, 28.01.2008, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Astroh: 550 werden freigestellt

Der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters betonte, den Beschäftigten würde nicht gekündigt, weil Kebekus noch Chancen auf eine Investorenlösung sieht. "Sie bleiben weiter Beschäftigte der Firma Astroh, müssen sich allerdings bei der Arbeitsagentur melden und Arbeitslosengeld beantragen." 100 Mitarbeiter würden weiterbeschäftigt, etwa um den Betrieb in den 21 Küchenhäusern aufrecht zu erhalten. Weitere 100 Mitarbeiter hätten seit Beginn des Insolvenzverfahrens das Unternehmen verlassen.

Verhandlungen laufen

Ursprünglich hatte Kebekus gehofft, bis Ende Januar einen Käufer für die Kette zu finden. Dieses Ziel habe sich aber als zu ambitioniert dargestellt. Im Moment liefen Verhandlungen mit mehreren möglichen Käufern - Finanzinvestoren sowie Möbelunternehmen. Dabei soll es nicht nur um eine Weiterführung der Küchenhäuser und Übernahme aller Mitarbeiter gehen, sondern auch um eine möglichst hohe Anrechnung der Kundenanzahlungen.

Bis zu 3000 Kunden hatten nach Angaben der Zeitung Anzahlungen von teils mehreren tausend Euro geleistet, ohne dass ihre Küche seit Beginn des Insolvenzverfahrens geliefert wurde. ddp