Asylbewerber-Erstaufnahme soll vorbildlich gestaltet werden

Menschenwürde

Die Asylbewerber-Erstaufnahme in Hacheney soll unter dem Aspekt der Menschenwürde bundesweit eine Vorbildfunktion einnehmen. Auch soll das Erstaufnahmeverfahren auf vier Tage verkürzt werden.

HACHENEY

von Von Peter Bandermann

, 29.01.2011, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blick in den Innenhof eines Wohnhauses.

Blick in den Innenhof eines Wohnhauses.

Oberbürgermeister Sierau möchte an dem Standort, an dem die Stadt nach Sanierungsarbeiten am 3. April den Betrieb aufnimmt, optimale Bedingungen schaffen. "Die Asylbewerber sollen spüren, dass sie sich in einer demokratischen Gesellschaft mit christlichen und humanitären Grundwerten aufhalten", betonte Gerd Bollermann. "Wir können in Hacheney auf länderspezifische Bedürfnisse Rücksicht nehmen und die Asylbewerber je nach Lebenssituation unterbringen", erklärte Melanie Schmickler gestern bei einem Besuchstermin in Hacheney. So könne es ein Haus speziell für Mütter mit Kindern oder für Minderjährige geben.

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) muss die Stadt noch Überzeugungsarbeit leisten. Das Amt soll auf Wunsch der Stadt von der Huckarder Straße nach Hacheney ziehen, um Zeit und Wege zu sparen. So könne das Erstaufnahmeverfahren von fünf auf vier Tage verkürzt werden, was Steuergeld einspare. Sierau zeigte sich in dieser Frage am Freitag ungeduldig. Immerhin zahlt die Stadt jährlich 250.000 Euro für Transportkosten, die deutlich reduziert würden.  

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