Atelier "Anschnitt" zeigt Kunst auf der Karte

HÖRDE Die lässt Grafik-Designerin Mariam Klobes nun im Hörder Atelier "Anschnitt" wieder aufleben. "Verbindungswege" zwischen 14 Künstlern aus sieben Städten in ganz Deutschland hat sie mit der Ausstellung geschaffen, die am Samstag eröffnet wurde.

von von Julia Gaß

, 16.06.2008, 13:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Künstler aus sieben deutschen Städten haben über Kunst auf Postkarten "Verbindungswege" geschaffen.

Künstler aus sieben deutschen Städten haben über Kunst auf Postkarten "Verbindungswege" geschaffen.

Verbindungswege

Verbindungswege

Originelle Postkarten-Kunst ist auf diesen "Verbindungswegen" entstanden. Die ungewöhnlichste Karte hat Christine Goldberg-Witthüser gestaltet. Auf ein Stück Straßenkarte hat sie Haare von Highland-Rindern geklebt und dazwischen Verbindungswege für Läuse geschaffen. Ungewöhnlich ist auch ihr großformatiges Wandobjekt: Über Kirschen mit Sahne schweben Fliegen. Partner der Künstlerin ist Helmut Kottkamp, der Folien Margariten plastisch auf seiner Karte aufblühen lässt. Von Anschnitt-Chefin Tanja Melina Moszyk stammt ein Holzschnitt-Fisch, in ihrer Leinwandarbeit stimmt sie mit einem Bikinimodell auf den Sommer ein.

Vielfalt zeigt die Ausstellung und auch Fantasie der Künstler, Arbeiten, die nicht unbedingt prädestiniert für Postkartenkunst sind, zu drucken. Brigitte Bailer vom Atelier Westfalenhütte arbeitet normalerweise mit rostigen Eisenplatten - auch im Druck sind typische Merkmale ihrer Arbeit noch gut zu erkennen.

Aus der Vergangenheit

Zu den 14 Künstlerin gehört auch Fotokünstlerin Rita-Maria Schwalgin aus dem Atelier 21, die bekannt ist für ihre Nashorn- und Industriefotografien. Auf die Netzwerk-Reise geschickt hat sie eines ihrer liebsten Motive, einen Licht-Spot. Initiatorin Miriam Klobes erinnert in ihrer Leinwandarbeit an einen "Moment aus der Vergangenheit". Und für den steht auch die spannende Mail-Art.