Auch die Angst spielt beim VfL mit

Bochum braucht noch Punkte

Fünf Spieltage vor dem Saisonende hat sich die Tabellensituation für den VfL Bochum nicht gravierend verändert: Nach dem 0:0 im Heimspiel gegen den Karlsruher SC braucht Bochum mindestens noch einen Sieg, um Planungssicherheit für die Spielzeit 2012/13 zu bekommen.

BOCHUM

09.04.2012, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trotz aller Bemühungen blieben die Versuche des VfL, gegen Karlsruhe endlich wieder einen Sieg einzufahren, erfolglos.

Trotz aller Bemühungen blieben die Versuche des VfL, gegen Karlsruhe endlich wieder einen Sieg einzufahren, erfolglos.

Den entscheidenden Schritt, den die Mannschaft von Andreas Bergmann eigentlich am Ostersonntag gegen den schwer angeschlagenen Karlsruher SC gehen wollte, sollten die Bochumer nun am Mittwochabend beim Tabellenletzten Alemannia Aachen machen. Andernfalls droht bis zum Saisonende eine Zitterpartie um den Klassenerhalt, die man der Mannschaft in der augenblicklichen Verfassung lieber nicht zumuten sollte.

Das Bemühen, gegen den den KSC eine schnelle und damit die Nerven beruhigende Entscheidung herbeiführen zu wollen, darf man dem VfL auf gar keinen Fall absprechen. Die Chancen dazu waren vorhanden: und zwar in einer Anzahl, die unter normalen Umständen ausgereicht hätte, um die Badener mit einer deutlichen Niederlage nach Hause zu schicken. Weil aber nach sechs Spielen ohne Sieg die letzte Sicherheit fehlt und letztendlich auch die Angst vor einem erneuten Versagen viele Aktionen lähmt, reihte sich am Sonntag das siebte Spiel an, in dem den Bochumern kein Sieg gelang.

"Das war für unsere Ansprüche zu wenig", zeigte sich Lukas Sinkiewicz, der die Aufgabe im defensiven Mittelfeld routiniert löste, selbstkritisch. "Für uns war mehr drin. Aber wenn man aus diesen klaren Chancen die Tore nicht macht, hat das auch was mit Qualität zu tun." Christoph Kramer, der am Sonntag zu den besten VfL-Fußballern zählte, hatte zwei gute Chancen, um seiner Mannschaft den ersehnten "Dreier" zu bescheren. Schon nach 40 Sekunden verfehlte er das Ziel denkbar knapp, nach gut einer halben Stunde setzte er den Ball an den Pfosten. "Wenn man vorne schon nicht trifft", bilanzierte er hinterher, "ist es umso wichtiger, dass man hinten keinen reinkriegt." Was durchaus positiv zu werten ist: Obwohl die Abwehr eine permanente Baustelle ist, stand der VfL in der Defensive stabil, ließ nur zwei Chancen des KSC zu, bei denen Lavric zweimal am glänzend reagierenden Andreas Luthe scheiterte.