Auch niederländische Polizei richtet Kommission nach den Schüssen auf einen Mann in Gronau

rnSchießerei in Gronau

Dem 43-jährigen Niederländer, auf den am vergangenen Mittwoch geschossen wurde, geht es besser. Neben einer in Münster eingerichteten Mordkommission ermitteln nun auch die Niederländer.

von Hans-Georg Knapp

Gronau

, 11.11.2019, 13:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dem Mann, auf den Unbekannte am Mittwoch in Gronau geschossen haben, geht es wieder besser. Das bestätigt auf Anfrage Martin Botzenhardt als Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster.

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Der 43-jährige Niederländer sei ansprechbar. Zuvor war das Opfer operiert worden; Schüsse aus einem weißen Kleinwagen mit niederländischem Kennzeichen, die offenbar gezielt abgegeben worden waren, hatten es schwer verletzt. Die Fahndung ist bisher erfolglos geblieben.

Wie Botzenhardt ebenfalls bestätigt, hat hierzu auch die niederländische Polizei eine Ermittlungskommission gebildet. „Wir arbeiten im Austausch eng zusammen“, sagt der Oberstaatsanwalt. Das liege für den Fall nahe, dass es Verbindungen zu den Niederlanden gebe. „Das werden wir alles im Rahmen der Ermittlungen klären“, resümiert Botzenhardt.

Dass das Opfer Rechtsanwalt sein soll, mag der Sprecher der Staatsanwaltschaft allerdings nicht bestätigen. Auch will er sich nicht an jenen Spekulationen beteiligen, die in den Niederlanden derzeit angestellt werden. So hat die Enscheder Regionalzeitung Twentsche Courant Tubantia berichtet, dass der 43-Jährige millionenschwere Insolvenzverfahren betreut habe, bedroht worden sei und zeitweilig unter Personenschutz gestanden habe.

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Über die Schüsse auf den Niederländer hat auch die New York Times berichtet. Ihr zufolge ist dies binnen weniger Wochen der zweite gezielte Angriff auf einen niederländischen Anwalt. Der erste verlief Mitte September in Amsterdam tödlich. Dieses Opfer hatte Medienberichten zufolge in einem größeren Strafrechtsprozess einen Kronzeugen vertreten.

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