Aufatmen in der südlichen Innenstadt: Die 500-Kilo-Bombe ist entschärft

BOCHUM Der Bombenalarm in der Bochumer Innenstadt ist aufgehoben. Experten des Kampfmittelräumdienstes haben die 500-Kilo-Bombe am Montagabend um 23 Uhr entschärft. Nach dem Fund des Blindgängers am Nachmittag war die südliche Innenstadt im Umkreis von einem halben Kilometer rund um den Fundort evakuiert worden. 6000 Menschen waren hiervon betroffen, der Verkehr brach zusammen.

von Von Christoph Walter

, 20.10.2008, 23:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Bombe sorgte Montagabend für eine der größten Evakuierungen in der jüngeren Bochumer Vergangenheit.

Diese Bombe sorgte Montagabend für eine der größten Evakuierungen in der jüngeren Bochumer Vergangenheit.

"Ich kann mich nicht daran erinnern, wann wir zuletzt in einem so großen Radius die Leute aus den Häusern holen mussten“, sagte Hans Weber, Einsatzleiter der Feuerwehr Bochum, bevor er die südliche Innenstadt räumen ließ. Walter Luth, Feuerwerker der Stadt Arnsberg, hatte den Bombenfund zuvor als "nicht ganz unkomplizierten Fall“ bezeichnet.

Die Polizei riegelte für Stunden mehrere Hauptstraßen vollständig ab. Der Verkehr kam streckenweise zum Erliegen. Während der Entschärfung mussten außerdem zwei Bahnbrücken gesperrt werden. Durch Zugumleitungen kam es zu erheblichen Verspätungen im Nah- und Fernverkehr zwischen Dortmund und Essen.

Priorität bei der Evakuierung hatten die Tagesklinik, vor deren Haupteingang die Bombe ausgegraben worden war, und das rund 50 Meter vom Fundort entfernte Seniorenzentrum. Neun frisch operierte Patienten mussten in umliegende Krankenhäuser verlegt werden. 100 Senioren wurden vorübergehend in ein Wohnheim in der Nachbarschaft gebracht. Schauspielhaus-Intendant Elmar Goerden sagte vorsichtshalber sämtliche Abendvorstellungen ab.